Zurück

Sport

Vom Couchpotato zum Ironman…

IMG_1187

… und wieder zurück?!

Das ist mein Jahresrückblick 2015 mit einem kleinen Ausblick nach vorne, sofern ich mich so weit aus dem Fenster lehnen wage. Lange Zeit war es ruhig hier und das ist mein erster Post seit meinem Finish in Klagenfurt. Anfangs war ich noch top motiviert, dort weiter zu machen, wo ich aufhörte und versuchte meine Form weiter auszubauen. Doch Fehlanzeige. Mein Körper hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am besten aber eins nach dem Anderen.

Die Überschrift und der Zeitungsartikel ist die Krönung meiner bisherigen sportlichen Leistungen. (http://www.meinbezirk.at/ried/sport/vom-couch-potato-zum-ironman-d1480631.html) Auf meinem Rad sitzend, auf der Spitze der Ironman Strecke, auf dem Rupertiberg, zierte ich im Oktober die Titelseite der Printausgabe der Rieder Bezirksrundschau. Mein bisher größter Medienauftritt, mit dem ich so nicht rechnete. Und gleichzeitig war ich zu diesem Zeitpunkt alles andere als ein Ironman. Viel zu kurz habe ich meinem Körper zur Regeneration Zeit gegeben und habe bereits zwei Wochen nach Klagenfurt wieder zu trainieren begonnen. Die körperlichen Anzeichen auf Übertraining habe ich, psychisch stark und unbesiegbar, wie ich zu dem Augenblick vermeintlich glaubte zu sein, total ignoriert. Eine neue Bestform muss her, meine Schwächen müssen ausgemerzt werden und schließlich habe ich ja noch einen dicht gedrängten Wettbewerbskalender 2015 vor mir. Mit jedem Training aber wurde ich müder und verlor letztlich jegliche Freude am Sport.

Am 23.8.2015 absolvierte ich noch eine olympische Distanz, den Mondseelandtriathlon. Ein traumhafter Bewerb, bei dem ich schnell merkte, das die Luft draussen ist. Kraftlose Arme beim Schwimmen, schwere Beine auf dem Rad und keinen Ehrgeiz beim Laufen. 2Std. 24Min. benötigte ich für die Distanz und genoss dabei die Natur und die Atmosphäre in vollen Zügen. Jedoch nicht mehr mit der Leistung, die ich gerne abrufen wollte. Die Freude am Sport keimte wieder auf, allerdings fehlten mir selbst nach dem Bewerb jegliche Kraft, meine Leistung weiter steigern zu können. Der Wille war da, nur wollte der Körper etwas anderes.

So sind mittlerweile einige Wochen und Monate vergangen und ich taste mich mühsam wieder an meine alte Form heran. Meine neuen beruflichen Herausforderungen als Geschäftsführer bei gleichzeitiger Fortführung meiner eigenen Selbstständigkeit setzten mir dabei außerdem ordentlich zu und nehmen wir in diesem Zeitraum viel Zeit und Energie, die mir letztlich fehlen, um sportlich wieder ähnlich gut trainieren zu können, wie ich es in der Vorbereitung zum Ironman tat.

Von September bis November kann ich die Trainingseinheiten an einer Hand abzählen. Das schmerzt sehr, vor allem der Blick auf die Wage. Waren es davor zwischen 10 und 20 Trainingsstunden pro Woche, verbrachte ich jetzt die Zeit sitzend im Auto, am Schreibtisch oder einfach nur faulenzend auf der Couch. Habe ich mir zu viel zugemutet? Diese Frage stelle ich mir ziemlich häufig und stelle meine Sportlichkeit immer wieder in Frage.

Seit November trainiere ich verstärkt an meiner Schwimmform und es fällt mir von den drei Disziplinen am leichtesten, Motivation dafür zu finden. Meine letzte Radausfahrt liegt mittlerweile vier Monate zurück. Und das bei dem sensationellen Herbst, wo die meisten neue Trainingsrekorde aufgestellt haben. Nur eben ohne mich. Auch das Laufen fällt mir zunehmend schwer, Motivation dafür zu finden. Und so kommt es, das der Körper Zeit zur Regeneration findet. Hier und da tun sich kleine Wehwehchen auf, die ich in der Vorbereitung vollends ignoriert hatte. Ich lasse die Zeit verstreichen und hoffe dabei darauf, dass sich der Körper ganz alleine wieder von den Strapazen erholt. Fehlanzeige.

Mit meinen ersten Laufkilometern beginnt der Körper erneut zu rebellieren und zeigt mir schnell, das ich zu wenig Aufmerksamkeit meinen “Baustellen” entgegenbrachte. Meine Achillodynie (eine Art Entzündung der Achillessehne), die mich bereits seit meinem ersten Marathon 2012 begleitet, keimt wieder frisch auf und bereitet mir gerade nach Bergwanderungen große Schmerzen. Als wäre das nicht genug, werden meine Schmerzen im linken Fuß immer schlimmer, bis ich den Fuß nicht mehr ordentlich abrollen kann. Eine ÄNDERUNG also muss her. Erst mal Training reduzieren, Tempo und Intensität rausnehmen und schlau machen, was ich tun kann. Selbstdiagnose stellt sich rasch heraus ist ein schlechter Ratgeber und so wage ich den Schritt zum Physiotherapeuten.

Fasziniert davon, wozu unser Körper zu leisten im Stande ist, heißt es jetzt wieder einmal Pause und Fehlstellungen korrigieren. Seit Mai oder Juni begleitet mich also ein Trauma im Fuß, das ich bisher erfolgreich ignoriert habe. Das Ziel war größer als jeglicher Schmerz im Körper und so wurden offensichtlich einige Schmerzrezeptoren einfach so “taub” gestellt. (ich bin kein Fachmann, aber das habe ich mir durch Aussagen von Ärzten und Büchern so zusammengereimt) Jetzt wo ich wieder “normal” im Alltag angekommen bin und kein großes Ziel vor Augen habe, signalisiert mir der Körper, das wir ein paar Aufgaben zu erledigen haben. Und genau dieser stelle ich mich jetzt.

Nach den ersten Therapiesitzungen mit meiner Physiotherapeutin arbeitet der gesamte Körper und ich darf einfache Übungen wie den Einbeinstand trainieren, Wadenheberübungen absolvieren und zurück zu Kräftigungsübungen, die ich in den letzten Jahren einfach vernachlässigt habe. Ausdauersport besteht neben der Tätigkeit an sich eben doch auch aus mehr und so wäre es für mich zumindest gut gewesen, langsam zu starten und nicht innerhalb von eineinhalb Jahren gleich einen Ironman zu absolvieren. Doch jetzt hoffe ich aus den Fehlern gelernt zu haben und bin guter Dinge, wieder Form aufbauen zu können. DANN aber wirklich konstant, ohne die nervigen Verletzungspausen, die ständiger Begleiter in den letzten Jahren meiner noch jungen Ausdauersportkarriere waren.

Ein klein wenig Wehmut ist vielleicht rauszulesen, viel mehr jedoch ist es Demut, den ich diesem schönen Sport und vor allem aber meinem Körper entgegenbringen möchte. Der Spaß und die Freude am Tun sollten bei alle dem jedoch im Vordergrund stehen. Unser Geld verdienen wir ja mit was anderem und der Sport, so wie ich ihn betreibe, ist ja doch nur ein Ausgleich zu Beruf und Beziehung. Jetzt freue ich mich darauf, wieder fit zu werden und bald wieder meine Trainings und vielleicht doch auch bald wieder Wettbewerbe genießen zu können.

Was bleibt von 2015?

“Alexander, you are an Ironman”, viele Trainingsstunden (ziemlich genau 500, trotz drei Monaten Pause), schöne Erlebnisse bei den Bewerben und Ausflügen mit meiner Freundin und Freunden, sportliche Höhenflüge und leider auch ein kleiner Sturzflug, viele neue Bekanntschaften und neu gewonnene Freunde und noch mehr neue Erkenntnisse, die mich nicht nur im Sport weiterbringen!

DANKE für diese Erfahrungen, für all die Menschen die mich begleitet haben und mich weiter begleiten werden und ich freue mich schon jetzt auf schöne sportliche Erlebnisse im neuen Jahr!

Glück auf, viel Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr…

tbc.

AB

“YOU ARE AN IRONMAN” Nachbericht

IronmanZiel

Sonntag, der 28.Juni 2015, morgens um 3:30Uhr. Der Wecker läutet. Ich öffne die Augen, stehe auf, und ich funktioniere nach Plan. Die am Vortag bereit gelegten Säckchen mit der Kleidung für DEN Tag erweisen sich als goldrichtig. Jeder Handgriff sitzt, und bald auch mein Frühstücksgewand. Punkt 4Uhr gehen Andrea und ich frühstücken. Dort treffen wir viele andere Starter, die Vereinskollegen, Anna und Mike. Jetzt nur nicht zu viel essen… der Plan gelingt! :)

Um 5Uhr machen wir uns auf den Weg zur Wechselzone. Das Rad entkleiden (den Regenschutz entfernen), mit den Flaschen befüllen, ein letztes mal den Luftdruck kontrollieren, den Wechselplatz einstudieren, die Säcke nochmals checken ob der Platz stimmt, und alles drinnen ist. Danach: der Gang zum Start. Rund 1,5km begleiten uns die mitgereisten Fans… die Stimmung ist konzentriert. Und fokussiert. Es steht ein harter Arbeitstag bevor. Für mich der erste Start bei einem Ironman. 3,8km schwimmen, 180km mit dem Rad fahren und dann noch einen Marathon laufen. Keine Ahnung, wie das funktionieren soll. Angeblich aber klappt das. Vor allem mit meiner Vorbereitung.

Um 6:30Uhr kommen wir beim Strandbad an. Kurze Zeit später starten die Profis um 6:40Uhr. Mir egal. Nein, nicht ganz. Aber der Fokus liegt bei mir. Und ich bin ruhig. Erstaunlich ruhig. Gelassen suche ich noch ein letztes Mal eine Toilette auf. Um 6:45Uhr fange ich an mich umzuziehen. Eincremen, es wird sonnig. Vaseline unter den Arm und ins Genick. So. Langsam wird es knapp. Eine letzte frohe Botschaft gibt mir meine Schwester noch mit auf den Weg, die mich zu Tränen rührt. Andrea bleibt auch ganz ruhig, und es tut gut, die Familie in solchen Momenten um sich zu haben. Ein letzter Kuss, und Glückwünsche für die bevorstehenden Stunden. DANKE! :)

Mittlerweile ist es kurz nach 7. Normalerweise sollte man sich 15 Minuten vor dem Start im Bereich einfinden. Ich muss über die Absperrung drüber, Hektik macht sich nun auch bei mir breit, weil mich die Welle nach uns nicht mehr rein lässt. Befreiend dann, als ich zum Strand komme, und nach kurzem Suchen auch Mike finde. Ein letzter Gruß und Glückwünsche für uns, und schon ist es soweit. Unsere Welle startet zwei Minuten früher, bereits um 7:08Uhr. Ich sprinte los… ein paar Schritte im Wasser, und dann, ein beherzigter Sprung ins kühle Nass. Hektik, Gedränge und gewohnte Rangkämpfe am Anfang. Harte Schläge mit Ellbogen und untertauchen von Kollegen. Schon beim Start im Wasser wird mir klar, hier geht es um mehr. Die Nervosität ist höher als bei allen anderen Bewerben, bei denen ich am Start gestanden habe. Die Leute sind aufgeregt, und wollen nur eines: den Bewerb so schnell wie möglich hinter sich bringen. So wie ich. Nicht damit es vorbei ist. Damit die Zeit stimmt. Und ich endlich, nach 12 Monaten Wartezeit, 7 Monaten harten Trainings, die Worte: “YOU ARE AN IRONMAN” vom Sprecher höre. Der Fokus also stimmt. Zumindest auf den ersten Metern.

Es geht also dahin und bis zur ersten Boje stimmt alles. Der erste Richtungswechsel klappt gut und auf dem Weg zur zweiten Boje schlagt mir einer die Brille vom Kopf. Seelenruhig greife ich nach meiner Brille, drehe mich kurz zur Seite, spüle die Brille aus und nutze den Moment, damit ich wieder was sehe, und schwimme gleich weiter. Wahnsinn. Ich, der größte Schisser im Wasser überhaupt. Vor wenigen Monaten noch nicht mal Freiwasserschwimmer, bleibe in so einem Moment ruhig. Super. Es geht weiter. Die zweite Wende und es geht gegen die Sonne. Kann nicht so schlimm sein, dachte ich mir bei der Rennbesprechung. Doch es kommt viel schlimmer. Ich habe keinen Plan, wohin ich schwimmen soll?! Verdammt. Einfach mal den anderen nach. Aber welchen Anderen? Die links? Oder die rechts? Ich versuche mich zu orientieren. Doch es klappt nicht. Ich schwimme einfach weiter, und bekomme es langsam mit der Panik. Wo soll ich hin. Was, wenn der Bewerb für mich gleich jetzt zu Ende ist? Bei einem Boot letztlich springt einer mit den Händen werfend umher, und zeigt in die andere Richtung. Verdammt. Ich schwimme verkehrt? Ich suche die Bojen, und kann es kaum glauben. Die sind gut 200m weit weg?! Nein, das kann nicht sein. Das müssen die vom Rausschwimmen sein. Aber nein, das wären tatsächlich die Bojen gewesen… Nach fast 3km (bei mir weit über 3km) kommt dann endlich der Lendkanal daher. Ich schwimme ein, und bekomme gleich eine ordentliche Ladung (Schmutz)-wasser ab. Pfuideifl. Das Schwimmen klappt jetzt besser, ich kann nicht mehr links und rechts aus. Dafür ist das Wasser total grauslich. Die Leute ziehen einen durch. Ein paar mal denke ich, bekannte Gesichter unter den Fans zu entdecken. IronmanSchwimmausstiegDoch es geht weiter. Bis zum Schwimmausstieg. Und der ist nach 1Stunde und 12Minuten da. Gottseidank. Genau in der Zeit, die ich geplant hatte. Doch, meine Güte, was wäre da für eine Zeit drinnen gewesen?! Egal. Weiter zum Rad.

Durch die Massen höre ich Menschen meinen Namen rufen. Das tut gut. Ich sehe Freunde, und ich entdecke irgendwo Andrea. Das tut gut. Weiter geht’s. Zum Rad, und letztlich auf das Rad. Nach 1Stunde und 19Minuten freue ich mich auf die Radstrecke…

Die ersten Meter rolle ich ein, und drücke dann drauf. Zu sehr? Keine Ahnung. Aber ich überhole am laufenden Band. Ich versuche den ersten Schluck von meinem eigenen Getränk zu nehmen. Nein. Es kommt mir gleich wieder hoch. Verdammt. Was ist da los? Extra getestet, und dann sowas? Mein Magen rebelliert. Ich bringe keine Schluck runter. Auf den ersten Kilometern muss ich mehrmals den Brechreiz unterdrücken. An trinken, geschweige denn von Essen ist nicht zu denken. Wie soll ich das schaffen?! Doch es geht voran. Und wie. Das Südufer fliege ich mit einem knappen 40er Schnitt ab. Ein gutes Gefühl. Die ersten Hügel scheinen mir allerdings schwerer als sonst zu sein. Die gingen schon mal leichter… egal. Weiter geht’s.

“Wenn du es im Kopf hast, hast du es auch in den Beinen” dieser Satz kommt mir immer wieder in den Sinn. Diesen Satz hat sich mein schlauer Kopf in irgendeiner Trainingseinheit einfallen lassen. Und der sollte mich die nächsten Stunden begleiten. Dieser Satz, und der brennende Wunsch, die Worte: “YOU ARE AN IRONMAN” zu hören. Wenn möglich, vor 18:00Uhr.

Traumhaftes Wetter, immer wieder bekannte Gesichter entlang der Strecke, Vereinskollegen auf der Strecke und die Zeichen auf der Strasse, die meine Süße am Vortag mit Anna gesprayt hat! IronmanStraßeSUPER! Einfach ein Hammer, wenn man so unterstützt wird. Jede noch so kleine Kleinigkeit baut einen auf. Und umgekehrt, jede noch so nervige Sache, die nicht im reinen ist, reibt einen bei diesem Projekt auf. Also: Konzentration auf das Positive. Und davon gab’s in der Vergangenheit ausreichend. Weiter geht’s. TRETEN!

Nur fliegen ist schöner. NEIN! Mitnichten. Fliegen auf dem Zeitfahrer ist das geilste! Umso schöner, wenn man von der eigenen Freundin angefeuert wird. Am Rupertiberg, der herausforderndsten Steigung auf der Strecke, sind mitgereiste Freunde und meine Liebste. Es tut so gut. DANKE. Und weiter geht’s. Nach 2Stunden und 45Minuten habe ich meiner Schwester versprochen, bin ich bei der Selbstverpflegung. Auf die Minute genau war ich dann auch dort. Wahnsinn. 94km in dieser Zeit. Ich liege gut im Rennen. Unter 5Stunden und 30Minuten wollte ich bleiben. Schaut gut aus. Das beflügelt. Und das Südufer packe ich wieder fliegend… :)

Am Faaker Anstieg sind wieder meine Eferdinger Freunde am Straßenrand, und feuern mich an. Jetzt merke ich, dass die zweite Runde doch etwas anstrengender wird. Kurz vor Velden fängt es zudem an zu tröpfeln. Eine willkommene Abkühlung. Doch diese wird immer mehr, bis hin zu leichten Windböen, die sich gegen mich richten. Kurz vorm Rupertiberg fängt es an zu schütten. Die Fans flüchten. Und mit den Fans auch meine Motivation. Ich kann nicht mehr. Ich mag nicht mehr. Ich will nicht mehr. Alles ist doof. Die Beine sind schlapp. Und vor mir, dieser Berg. Und weitere 30km am Rad. Und dann noch ein Marathon?! NEIN! Irre! Das schaffe ich NIE! Niemand feuert uns mehr an am Berg, weil es schüttet. Und außerdem ist es schweinekalt. Es fröstelt mich. Meine letzte Hoffnung: meine Freundin, meine Freunde. Die waren vorhin noch da. Hoffentlich auch jetzt. Fehlanzeige. Scheisse. “Was sind das für Freunde?” denke ich tatsächlich in diesem Moment. “Wo zum Teufel ist meine Freundin, wenn ich sie doch brauche?” denke ich weiter… doch all diese Gedanken sind kontraproduktiv. Irgendwie schaffe ich es, und siehe da: weiter geht’s!

Endlich oben, freue ich mich auf den downhill. IronmanRupertihöheMit jedem Meter wird das Wetter besser, und bergab kommt die Freude zurück. Tatsächlich fahre ich die zweite Runde im ähnlichen Tempo wie die Erste. Nur am Berg war ich um einiges langsamer. Auf der Geraden und Bergab hatte ich ähnlich viel Spaß, und fast das gleiche Tempo. Super! Die letzten Kilometer und es geht rein in die Wechselzone, nach nur 5 Stunden und 27Minuten. Super Zeit. Ich bin zufrieden. Jetzt kommt meine Stärke. Das Laufen.

Raus aus der Wechselzone habe ich einen lockeren Schritt drauf. Nach einem Kilometer verrät mir der Kontrollblick, ich laufe sogar in 4:30 los. Zu schnell? Keine Ahnung. Vielleicht. Naja. Ziemlich sicher, aber es fühlt sich gut an. Und das zählt. Endlich: ich entdecke meine Freunde wieder, und leider viel zu spät meine Freundin Andrea. Doch ich bin im Rad gefangen: weiter geht’s.

Ich bin im absoluten flow. Es läuft sich ganz von alleine. Ich überhole Karin. Moment mal. Wie kann das sein? Die ist hinter mir gestartet?! Egal, wir tauschen uns kurz aus, und weiter geht’s. Die ersten 7km laufen supergut. Dann zum ersten mal die pralle Sonne. Und es streckt mich nieder. Plötzlich laufe ich weit über 5Minuten den Kilometer. Und ich komme davon nicht mehr weg. Egal denke ich mir. Immer noch knapp über 3Stunden und 30 Minuten beim Marathon. Das wird ne super Zeit. Wenn’s so weiter läuft. Und das tut es. Fast. Kilometer um Kilometer spule ich herab. Vollkommen im Delirium laufe ich dahin. Es klappt gut. Das Training macht sich bezahlt. Was mir aber immer noch zusetzt, ist die Tatsache, das ich kaum etwas gegessen habe. Auf dem Rad hab ich zwei kleine Stückchen Banane verdrückt, und ein kleines Stück Powerbar, das ich zur Hälfte wieder ausspucken musste. Bei jeder Labe nutze ich die Gelegenheit, und tanke mich mit Cola wieder auf. Das ist das einzige, was ich vertrage. Cola, und Wasser. Und hier und da mal ein Stück Wassermelone, damit mein Bauch irgendwas festes bekommt. Nahrhaft ist jedoch was anderes… und das kostet auch Zeit. Einerseits merke ich, wie die Kräfte schwinden, und mich immer nur der kurze Zuckerschub von der Cola bei Laune hält, und andererseits muss ich bei jeder Labestelle stehen bleiben, damit ich den ganzen Becher Cola trinken kann. Und nach dem Stehenbleiben kostet es Kraft, und Überwindung, wieder los zu laufen. Doch, genau: weiter geht’s.

Immer wieder Bekannte, Freunde und gut zusprechende Fans am Rande munter einen auf, wie gut man doch noch aussehe. Und ich denke mir dabei immer wieder: danke. Doch wenn ihr wüsstet, wie ich mich fühle?! Im Nachhinein jedoch muss ich sagen, ich weiss nicht mal mehr, wie ich mich fühlte. Ich glaube dreckig, aber es fühlt sich jetzt ziemlich gut an. Also kann es so schlimm nicht gewesen sein… ziemlich fies ist auch die Streckenplanung. IronmanLaufstreckeEinmal durch den Gastgarten des Lido (empfehlenswertes Lokal in Klagenfurt, direkt am See), ein ander Mal durch das Parkbad von Krumpendorf, und ein paar mal durch andere Gastgärten. Ziemlich fies. Aber egal. Während die Leute es sich gut gehen lassen, habe ich Spaß auf der Laufstrecke. Und so kommt es auch bei Kilometer 27. Oder 25. Eigentlich egal. In Krumpendorf kam eine Fanzone mit guter Musik und guter Stimmung. Als ich einlief, kommt Michael Jackson. YES! Ich bleib stehen. Drehe mich um. Und mache den Moonwalk. Meine Güte. Die Leute drehen durch. Und ich denke mir. Der Spaß geht vor. Und ich laufe unheimlich locker weiter, und habe so den Mann mit dem Hammer (der wohl längst überfällig war) überwunden.

Zum ersten mal checke ich die Gesamtzeit: 9Stunden und 40Minuten. Bei Kilometer 32. Meine Güte. 10Kilometer schaffe ich mit links in unter 50Minuten. Das könnte eine Fabelzeit werden?! Wahnsinn. Das motiviert mich, bedenke in diesem Moment jedoch nicht, das ich schon eine ganze Weile mit 5:20/km unterwegs bin. Egal. ES gibt mir einen enormen Schub nach vorne und das Laufen wird wieder locker und es macht wieder mehr Spaß. Ich bereite mich auf einen Schluss-“Sprint” vor. Noch einmal um den Lindwurm. Und dann. Ja dann gebe ich GAS! :)

Gesagt getan, spule ich die Kilometer ab und nehme zunehmend Tempo rein. Es geht steil bergauf. Der Fokus, vom Trott abgelöst, kommt zurück, und ich freue mich auf die Worte, und den roten Teppich! Die Konzentration kommt zurück, und mein Laufstil wird wieder besser, gerader und vor allem aufrechter. Das tut gut. Der Schritt wird länger, und ich wundere mich, woher ich diese Kraft urplötzlich nehme. Die Kilometerschilder werden immer freundlicher. Und mit jeder Minute steigt meine Vorfreude. Ich kann es schaffen. Meine Güte. Unglaublich. Ich kann es wirklich schaffen! Ich danke Gott, meiner Familie, meiner Freundin und umarme in diesem Moment die ganze Welt! JA! ALEXANDER, du schaffst es! Unglaublich. Bei Kilometer 40 ein letzter Kontrollblick und in diesem Moment rechne ich mich sogar auf eine Zeit von unter 10 Stunden und 30 Minuten. Wahnsinn.

Nur noch ein Kilometer, ich laufe wieder unter 5:00 und ich kann es kaum erwarten. Ein Irrgarten und ein Labyrinth, das ich noch durchlaufen muss, ehe die Bühne lauter wird, ich endlich “richtig” abbiegen darf. Noch ein paar Freunde die mir zujubeln. Ich versuche mich noch ordentlich zu justieren. Die Freude wird immer größer. Ich kann es immer noch nicht fassen. Die letzten Meter. Fast möchte ich umdrehen. Bleibe aber auf Kurs. In mir geht es drunter und drüber. Ein Wechselbad der Gefühle. Erste Tränen entweichen mir. Ich bleibe aber konzentriert. Ich biege ein. Ich sehe die Massen. Ich höre die Massen. Ich sehe den Bogen. Ich laufe dem Sprecher entgegen. Er klatscht mich ab und gibt mir folgende Worte mit auf die letzten Meter: “ALEXANDER ….. YOU …. ARE …. AN …. IRONMAN!!!!!!!!” Ich stoppe ab, fange an zu gehen, genieße den Augenblick, gehe durch den Bogen. Ich beginne zu weinen, mein Körper erschöpft, bricht fast zusammen, mein Kopf dreht durch und ich realisiere es, oder versuche es zu realisieren: Alexander. Du hast es geschafft. Ich weine vor Freude. Meine Freundin jubelt mir zu. Darüber freue ich mich noch mehr. Ich breche zusammen. Ich bekomme die Medaille, raffe mich auf, lehne jede Hilfe ab. Ich falle zu Boden, und stehe wieder auf.IronmanZiel

Mike ist da. Wir umarmen uns. Wir haben es geschafft. Karin kommt dazu. Auch sie hat es geschafft. Wir freuen uns. Mir ist schlecht. Das freut mich weniger. Ich weiß nicht mehr wohin mit mir, will nur noch weg von hier. Ich flüchte zu meiner Freundin. Das ist alles was zählt in diesem Moment. Und ich lasse mich von ihr zu den Sanitätern bringen. ALL OUT! Und das, nach einem Ironman. Alles richtig gemacht. Alles gegeben. Und es könnte noch besser laufen. Doch egal. Weiter geht’s. Und so geht es auch nach einem kurzen Check wieder weiter… meine Freundin empfängt mich als Erste. Mit ihr meine Schwester, ihr Freund und mein jüngster Fan. Unsere Freunde und viele andere. Alles ist gut. Es ist der Wahnsinn. Ich hab’s tatsächlich geschafft. Erste Shootings nach dem Zieleinlauf folgen.

Danach komme ich langsam runter. Wir feiern im Anschluss die letzten Finisher bei der Finishlineparty. Wahnsinns Stimmung und ein gelungener Tag geht zu Ende. Danke allen Mitwirkenden, die dieses Fest zu diesem Fest haben werden lassen. Bis zum nächsten Mal Klagenfurt. Wir sehen uns wieder. Dann hoffentlich vor 17:00Uhr auf der Ziellinie.

tbc.ab

1000DANK!

Rose

Auf diesem Wege möchte ich die Gelegenheit nutzen, und einmal DANKE sagen. DANKE meinem Umfeld und allen Menschen, die mich bis hier her begleitet haben. Und aufzeigen, dass Triathlon alles andere als ein Einzelsport ist. Allen voran natürlich meiner Familie, und meiner lieben Freundin, die mir das alles ermöglichen. Nicht immer mit 100 Prozentiger Zustimmung, oftmals mit vielen Sorgen um mich, hier und da auch mit Kopfschütteln und dennoch immer voll und ganz hinter mir stehend! DANKE Andrea, meinen Eltern, meiner Schwester Eva und ich versprech’s, ich werde bestimmt mal vernünftig und ruhig… ;)

Ich versuche jetzt aber die Danksagung chronologisch zu machen, und fange dort an, wo alles begann, mit dem Triathlon, und meiner Sportsucht. Meine Freunde bewegten mich zum laufen. Das ist mittlerweile rund 8 Jahre aus. Mein guter Freund David schleppte mich damals an die Traun. Kurze Zeit später sollte ich der Laufsucht verfallen, und gab dadurch das Rauchen auf. GUTE Sache! :)

Ein Lauftreff sollte mir zum nächsten Verhängnis werden. Die Hinterbergers waren es, die mich zu meinem ersten Laufbewerb schleppten. Am 2. Mai 2010 flog ich in 36Minuten und 59Sekunden über die 7km lange Strecke. Heute nicht mehr vorstellbar, aber bei diesem Bewerb schnupperte ich zum ersten mal Rennluft, und ich wollte mehr… DANKE Heinz, Doris, Steffi & Co.

Mein guter Freund Michael war es dann, der mir als Vorbild diente, und mich zu diversen Laufveranstaltungen inspirierte, und mich ein paar Jahre später auch zum Ironman brachte… mit Ihm bin ich gefühlte 100te Male laufen gewesen. Kurze Strecken, Intervalle, der legendäre Sonntags 20er und spontane Ausflüge über 35km um nur ein paar “Methoden” zu nennen. Mental und physisch DANKE ich dir lieber Michael dafür und vieles mehr…

Der Ehrgeiz packte mich dann, und ich wollte mich mit Trainingsplänen aus dem Netz verbessern. Neben Verletzungspausen und alles andere als leichten Phasen in meiner jungen Ausdauersport Karriere brachte es mir viele neue Menschen in mein Leben.

Neidige Blicke auf die guten Schwimmer auf den Nebenbahnen im Welser Schwimmbad brachten mich dazu, dass ich unbedingt auch Kraulen lernen wollte. Meine damals noch beste Freundin, mittlerweile meine Lebensgefährtin Andrea lernte bei der swim academy das Kraulen und brachte somit auch mich zum Schwimmen. 2012 sollte ich etwas neues lernen, und zum Ausgleich stand der “Kraulkurs für Anfänger” am Programm. DANKE Andrea, Michael und Gudrun!

Neben meinen mühsamen Schwimmtrainings sollte ich in diesem Jahr meine Verletzungen (Achillessehne, Patellasehne, …) auskurieren. Mein damaliger Laufcoach und Schuhberater Markus bot mir zum Alternativtraining sein Rennrad an, welches ich bis heute besitze. Neben seiner hervorragenden Beratung bei Laufschuhen, Trainingstips und einer aufkeimenden Freundschaft, setzt er mir gemeinsam mit seiner lieben Freundin Franzi den Floh “Triathlon” ins Ohr. Die Saat war gestreut… DANKE Markus und Franzi von on-your-marks.at für die bis heute andauernde Freundschaft!

2012 war also das Jahr der Wende und ich lernte vollkommen neue Sportarten kennen. Im Herbst sollte ich auch eine neue Art des Trainings kennen lernen, und ich folgte den damaligen Empfehlungen und kontaktierte einen Coach Namens Romi. Seit drei Jahren mittlerweile peitscht er mich nach vorne und zu ständig neuen Bestleistungen, zeigt mir, was alles möglich ist, und bremst mich immer wieder in meiner Ungeduld ein. DANKE Romi für die Trainingspläne, deine Tips, die Unterstützung bei veganer Ernährung und vieles mehr…

Seit 2012 trainiere ich auf einem vollkommen neuen Niveau, und merke jetzt erst, was ich in den Jahren zuvor falsch gemacht habe und komme mir dadurch auch immer mehr auf den Geschmack. Ich verlange mehr von mir, und fordere auch meine Trainer, mich besser zu machen… DANKE euch beiden, Gudrun, meiner Schwimmtrainerin und Romi, meinem Trainer für die Trainingsgestaltung.

2012 ist auch das Jahr, in dem mein guter Freund Michael spontan einen Ironman absolviert. Drei Monate lang bereitet er sich darauf vor. Irre. In dieser Zeit lernt er das Kraulschwimmen und sitzt zum ersten mal auf dem Rennrad. Unvorstellbar für mich, und dennoch traue ich ihm das zu. Und tatsächlich. Er finisht den Ironman Regensburg in 13Stunden und 58Minuten, schwimmt dabei im klassischen Stil, fährt zum ersten mal über 100km (180km!) und läuft/geht dann noch einen Marathon. Bis dahin, beschliesse ich für mich, unmöglich, und dennoch, ein weiterer Samen ist gelegt…

Planlos trainiere ich noch das Schwimmen und Radfahren, ehe ich Mitte 2013 mein Training auf die nächste Stufe hebe, und mich nach meiner Kündigung zum Ironman 70.3 in Zell/See anmelde. JETZT ist es an der Zeit, das Training professioneller anzugehen. Drei Monate nehme ich mir dafür Zeit, und gleichzeitig eine Auszeit dafür. Zu diesem Zeitpunkt plagen mich noch folgende Ängste: ich kann maximal 8 Längen kraulen, ich habe Panik vor freiem Wasser, und ich bin bisher keine 1.000km mit dem Rad gefahren. DAS sollte sich schlagartig ändern… ;)

Ein Kraulkurs für Fortgeschrittene sollte mir darüber hinweg helfen. Ein gut angelegter Trainingsplan von Romi baut Form auf und macht Mut, dass ich das packe… bleibt nur noch die Angst vor freiem Wasser. Zwei Menschen lernen mir diesen Sommer das Element Wasser spielerisch zu erkunden, und machen mir Mut, das ich auch das schaffen kann. Euch beiden, von Herzen DANKE! Kombiniert mit einer Angsttherapie von Michael und einigen Stunden Selbsterfahrung, schaffe ich die ersten Meter im See. Nicht einfach, und bis heute muss ich mich dazu überwinden, im See zu schwimmen. Auf den Bewerb allerdings freue ich mich schon! :)

Danach geht es Schlag auf Schlag. Kathi macht mit mir einen Sprintbewerb und gibt mir grundlegende Tips im Triathlonsport. Sie inspiriert mich auch zu mehr schwimmen, und ihre Leistungen spornen mich an, mehr aus mir rauszuholen. DANKE Kathi und mittlerweile tri your life, Kathi und Christian.

Nach meinem Erfolg in Zell/See will ich es dann wissen, und beschliesse im Winter, mich beim Ironman St. Pölten für den Ironman Austria zu “qualifizieren”. Als Teilnehmer bekommt man ein Voranmelderecht für den Ironman in Klagenfurt. Diese Chance nutze ich, obwohl ich nach einem misslungenen Start in St. Pölten für einige Monate die Lust am Triathlon zur Gänze verliere… was sich mit der Anmeldung im Juni 2014 wieder ändern sollte. Ich motiviere meinen Freund Mike zur Anmeldung beim Ironman. In der Sauna war es, da hatte er mir von seinem Traum erzählt, dass er vor 40 einen Ironman finishen wollte, und sich das bisher nicht zutraute (obwohl er vor einigen Jahre zu den besten Triathleten des Landes zählte!). Noch ein anderes Erlebnis und Versprechen von ihm lassen mich nicht locker lassen, und ich schaffe es tatsächlich, dass er sich anmeldet. Viele gemeinsame Trainings und Zeit folgen. Daraus entsteht eine neue Freundschaft, und zwei Menschen bereichern unser Leben: danke Mike und Anna!

In der unmittelbaren Vorbereitung und dem gemeinsamen Vorhaben wird auch der Kontakt zu anderen Athleten enger und besser. Auch wenn jeder für sich trainiert, teilen wir viele Trainings und tauschen uns immer wieder mal aus. Vielen DANK meinem Verein 4 Sports und meinen Vereinskollegen Gerry, Phil, Peter, Georg, David, Stephan, … es entstehen Freundschaften, und wir verbringen Wochenenden miteinander: danke Gerry, Phil und Karin!

Beim schwimmen reden wir wenig miteinander, nutzen aber die Zeit davor, oder danach und wir treffen uns mittlerweile bei Bewerben, und das Umfeld in Wels ist einfach unschlagbar. DANKE Jan, Gerald, Mario, Manfred, Bettina, Kirsten, Simon, Stephan, Jürgen, …. und ganz ganz ganz viele mehr!

Ein letztes mal sage ich hier DANKE für alle Menschen, die mich auf diesem Wege begleiten, mir Mut machen, mich unterstützen, oder mich zu neuen Höchstleistungen bringen. Nicht zu vergessen das Verständnis aller anderen Menschen in Beruf und Freizeit, die oft Geschichten über den Sport hören müssen, oder für diese wenig Zeit zur Verfügung steht.

5 Tage bis Klagenfurt.

tbc.ab

Trainingsende für den Ironman

IMG_5525

Das also war’s. Montag der 22.Juni 2015, noch 6 Tage bis zum Ironman, und ich bin mit meinem Trainingsplan durch. 29 Wochen unmittelbare Vorbereitung auf dieses Event liegen hinter mir. Langsam entspannt sich mein Körper, und ich merke gleichzeitig, wie sich “mein System” auf den Tag X vorbereitet.

Hier eine kurze Chronologie der Ereignisse: am 29. November 2014, ein Tag nach unserer Rückkehr vom Australien Urlaub, starte ich mit der Vorbereitungsphase. An dem Tag, bin ich verzweifelt, vollkommen ausser Form, zu viel Kilos auf den Rippen und total ohne Plan, wie ich das ganze schaffen soll. Leichte Verzweiflung und Panik machen sich breit. Doch ich starte an diesem Tag gleich mit einem Krafttraining im Fitnessstudio, damit mein Körper wieder in Schwung kommt. Am Sonntag folgt ein kurzer Lauf, und eine kurze Cardio Einheit auf dem Ergometer. Am Montag noch gleich ein Schwimmtraining, damit der Triathlon einmal durch ist…

Im Dezember folgen drei Wochen Grundlagen und Vorbereitungstraining für den bevorstehenden Trainingsplan. Am 22. Dezember folgt dann der erste Laktattest, und damit auch gleich die erste Phase meines Trainingsplanes: die Grundlagenphase und die anatomische Anpassungsphase. Auf drei steigernde Trainingswochen (Intensität und Umfang) folgt immer eine Regenerationswoche mit geringeren Intensitäten, sodass sich mein Körper an die Belastungen anpassen kann, und stärker wird. Insgesamt sind es 4 solche Phasen bis zum ersten Formtest, dem Welser Halbmarathon am 15. März 2015.

In dieser Phase sitze ich bis zu drei Stunden auf dem Ergometer. Eine Belastung vor allem für den Kopf, weil ich auf Ablenkung verzichte, und somit meine mentalen Fähigkeiten UND die physischen Kräfte trainiere. Behaupte ich zumindest… ;) Am leichtesten fallen da noch die Trainings im Hallenbad, auf der Laufstrecke und im Fitnessstudio. Genau damit verbringe ich in dieser Zeit auch die meiste Zeit. Schön zu sehen ist dies in der Grafik, aufgeteilt in die Aktivitäten Fitness, Schwimmen, Radfahren und Laufen.Trainingsstatistik

 

Nach dem mittelmäßig gelungenen Auftakt beim Welser Halbmarathon folgt die nächste Phase der Vorbereitung, die individuelle Wettkampfvorbereitung 1. In den bevorstehenden 8 Wochen wird noch einmal knackig bis zum nächsten Formtest und der Generalprobe, dem Ironman 70.3 Austria in St. Pölten trainiert. Intervalle und überschaubar lange Läufe, maximal bis 30km. Erfreuliches passiert auch in diesen noch kühlen Tagen: zu meinem 35. Geburtstag am 18. Februar habe ich mir selbst ein Geschenk gemacht, und mir eine Zeitfahrmaschine gegönnt. Sitzposition1Am 19. März absolviere ich mit meinem Speed Concept die Jungfernfahrt. Ich sag nur “höllisch” dazu. Und ich werfe fast meine Nerven über Board. Im Wort Zeitfahrmaschine ist schon Maschine enthalten, aber das ich darauf selbst eine sein sollte, sagte mir im Vorfeld niemand! ;)

Bei diesem Rad merke ich schnell, der einzige Widerstand, den ich zu spüren bekommen soll, liegt in mir selbst. Im Gegensatz zu meinem Rennrad, das schon etwas in die Jahre gekommen ist, spüre ich NULL Widerstand von meinem fahrbaren Untersatz. Ich versuche an diesem Tag zu treten, was das Zeug hält, um vom Rad nur einen Hauch entgegengesetzte Energie zu spüren. Doch vergebens. Alles an diesem Rad ist für ungehinderten Antrieb nach vorne gebaut und je härter ich reintrete, umso mehr Spaß macht es nach meinem Gefühl dieser Maschine. Vernünftig wie ich bin, lasse ich sämtliche Warnhinweise gleich mal hinter mir, und fahre das Rad nicht erst langsam ein, sondern mache eine Ausfahrt über 125km. Mein Körper ist daraufhin ordentlich beleidigt, vor allem mein Genick und die Schultern. Die Haltung mit dem Aerolenker und die neue Gewichtsverteilung (viel mehr auf den Schultern und dem Oberkörper) setzen mir ordentlich zu. So sehr, das ich wenige Wochen später beschliesse, mit dem Vorbau weitere zwei Zentimeter nach oben zu gehen. Das allerdings ist eine andere Geschichte… zurück zum Training.

Nach einigen weiteren Anpassungen meines Rades auf meine Anatomie, gewöhne ich mich langsam an das Rad. Das Training macht zunehmend Spaß, und ich sammle Kilometer, Erfahrung, Ausdauer und Kraft. Die steigenden Umfänge und Intensitäten versuche ich durch gut getimtes regenerieren auszugleichen. Das Vorjahr, in dem ich masslos übertrainiert war und mir einen Infekt holte, sollte sich auf keinen Fall wiederholen. Ich versuche diesmal vernünftig an die Sache ran zu gehen, und habe offensichtlich aus meinen Fehlern gelernt. Diesmal gehe ich locker an den Start in St. Pölten heran, und überrasche mich selbst an diesem Tage mit einer tollen Performance. So macht dieser Sport eben Spaß. Den Bericht vom IM70.3 in St. Pölten lest ihr am besten selbst nach…

Nach St. Pölten folgen eine Woche Regeneration, und ich befürchte anfangs, dass ich meinem Körper nicht ausreichend Zeit gelassen habe, sich wieder zu erholen. Die extrem langen Einheiten setzen mir in dieser Phase ordentlich zu, und ich versuche längere Pausen zu machen. Der Spaß kommt zurück, und die Trainings bereiten mir wieder Freude. Offensichtlich habe ich gelernt, gut für mich zu sorgen, und die Zeichen meines Körpers richtig zu deuten.

Die individuelle Vorbereitungsphase auf den Wettbewerb zeigt mir vieles auf, und ich beschliesse in dieser Zeit, vorerst keine Langdistanz mehr zu machen, so lange ich nicht an meiner Kraft und Schnelligkeit ordentlich gefeilt habe. Mit meinem Trainer und meinem Umfeld bereite ich bereits jetzt die “Nach Ironman Phase” vor und werde im zweiten Halbjahr 2015, sofern es mein Zeitmanagement und Körper zulässt, vor allem die Laufgeschwindigkeit trainieren und nehme mir für September 2015 eine neue persönliche Halbmarathon Bestzeit vor. Nach einer Erholungsphase im Oktober starte ich dann mit Kraft- und Techniktraining, damit ich auch im Wasser und auf dem Rad besser werde. Das ich bereits einen Plan habe, wie es nach dem Rennen weitergehen soll, ist mir wichtig, damit ich nicht in ein gefürchtetes Loch falle. Ich habe schon von Athleten gehört, die nach einer so großen Herausforderung in ein Burn Out gefallen sind, da sie keine Aufgabe mehr hatten. Das will ich damit vermeiden…

Das also war die Vorbereitung auf den Ironman. Viele Stunden Training. Viel Verständnis von meinem Umfeld, allen voran meiner lieben Freundin (DANKE!), meinen Freunden und meinem Arbeitsumfeld. Oft war es gar nicht einfach, unter Tags ein paar Stunden raus zu nehmen, damit ich trainieren kann. Das schlechte Gewissen plagte mich ordentlich, und war gerade während der Woche eine der größten Herausforderungen. Denn “eigentlich” sollte ich ja arbeiten, wie alle anderen auch. Die Arbeitszeit habe ich übrigens in Abendterminen und am Wochenende locker wieder rein geholt… doch das Gewissen, die Gedanken, und das “das macht man nicht” war nicht immer einfach auszublenden.

267 Trainingseinheiten in 29 Wochen waren es am Ende. 376 Stunden bedeuten im Schnitt 13 Wochenstunden, noch ohne Vor- und Nachbereitung im Training. Unglaubliche 232.000kcal habe ich dabei verbrannt. Mit 74kg bin ich aus dem Urlaub gestartet, und je nach Trainingswoche, habe ich derzeit zwischen 67 und 69kg. Das Körperfett reduzierte sich von rund 14% auf teilweise unter 9%, wobei mein Bauch mir treu geblieben ist. Trotzdem bin ich unterm Strich wesentlich besser definiert, und es blitzen hier da und dort doch die Muskeln durch. Vor allem die Beine haben ordentlich zugelegt, und sind kaum noch mit Fettpolster überzogen. Die Ernährung trägt natürlich zu alle dem seinen Teil bei. Zu kämpfen hatte ich trotz der vielen guten und gesunden Ernährung immer wieder mit Heißhunger Attacken. Allerdings auch kein Wunder, bei teils über 13.000kcal zusätzlichen Kalorienverbrauch in den intensiven Wochen. In dieser Zeit, da es ruhiger wird mit dem Training, nehme ich mir vor, dass ich mich noch intensiver mit dem Thema Ernährung auseinander setze. Es bleibt also spannend, und auf dem Weg gibt es so vieles zu entdecken. Unterm Strich: das Projekt Ironman ist eine der intensivsten Erfahrung meines bisherigen Lebens, insbesondere in Sachen Selbsterfahrung.

Diese Selbsterfahrung bringt mich auch zu meinem nächsten geplanten Post: ein Dank an weitestgehend alle Unterstützer, sofern das überhaupt möglich ist. Auch wenn Triathlon ein Einzelsport ist, ist es das Umfeld, die Einem diese Leistung erst überhaupt möglich machen…

tbc.ab

Welser Businessrun, Vereinsstaffel 4 Sports

Podestfoto Businessrun

9 Tage vor dem Ironman stand noch einmal Tempo bolzen am Programm. Am Freitag den 19.6. fand zum 6. mal der Welser Businessrun statt. Und mein Verein stellte zwei Mannschaften auf, eine Mixed Staffel, derer ich Teil sein durfte, und eine Männer Staffel. 5 km, geteilt in eine große Runde mit 3,6km und einer kleinen Runde mit 1,4km waren dabei zu absolvieren. Um 19:00 durften die schnelleren Läufer auf die Strecke, ehe um 19:02 und 19:04 die langsameren Teilnehmer mit Zeiten über 5:00/km und die Nordic Walker starteten. Dem Ruf der Veranstalter eilten über 2.300 Sportbegeisterte und jene, die sich den Spaß und die körperliche Anstrengung nicht entgehen lassen wollten.

Gespannt war ich, was wohl für eine Zeit dabei raus schauen würde, habe ich doch die vergangenen Wochen keine Tempoläufe mehr bestritten, und nur noch lange und langsamere Einheiten absolviert. Von einer neuen Bestzeit über die 5km konnte ich auf keinen Fall ausgehen. Die liegt bis zu dem Tage bei 19:08, aufgestellt beim Welser Silvesterlauf 2013. Auch stressen will ich mich diesbezüglich nicht lassen, da mein Hauptbewerb in diesem Jahr nur noch wenige Tage entfernt liegt, und ich mich bereits in der Erholungsphase befinde. In dieser Woche habe ich bisher 7 kürzere Trainings, mit gemäßigter Intensität absolviert (3xswim, 1xbike, 1xrun, 2xKraft). Die Erwartung hält sich also in Grenzen, und ich wäre froh, würde ich die 4Minuten Marke knacken. Meine Vereinskollegen jedoch haben offensichtlich gröberes vor… unser Team besteht aus drei Teilnehmern am Ironman Austria, einem exzellenten Läufer ( und Ironman Hawaii Finisher), einer spitzenmäßigen Radfahrerin und sehr guten Läuferin und eben mir. Die Ansage lautet: auf das Podest!

Nach einer Aufwärmrunde und ein paar Dehnungs- und Lockerungsübungen finde ich mich kurz vor 19:00 im vorderen Bereich der Startlinie ein. Viele bekannte Gesichter, ein paar Small Talks, gegenseitige Glückwünsche und ein paar Schulterklopfer sind schon fast Standard, und nach ein paar Jahren Zugehörigkeit, scheint die Stimmung schon ein klein wenig familiär.

19:00: Startschuss. Es geht also los. Die ersten Meter sind gewohnt hektisch, jeder sucht seinen Platz, ungestüme “Rookies” preschen nach vorne (ehe man sie später am Straßenrand schnaufend und erschöpft wieder sieht) und zu allem Überfluss, blockiert diesmal das Kamerateam und ein Radfahrer die Strecke. Gekonnt weichen alle im letzten Augenblick aus. Gescheit platziert war das Teil aber nicht. Die ersten Meter vergleiche ich bei so einem Bewerb am besten mit fliegen. Es geht von alleine. Vom Stadtplatz raus, schaue ich zum ersten mal auf die Uhr. 3:20 Schnitt. Ich nehme bewusst etwas Tempo raus. Das bolzen am Anfang, könnte sich später rächen. Auf der ersten längeren Geraden überholen mich dann die ersten Vereinskollegen, die in Topform zu sein scheinen. Den ersten km absolviere ich vollkommen locker, und nahezu ohne Anstrengung in 3:32/km! Ich bin begeistert. Und gleichzeitig schaltet sich mein Kopf ein. “Alexander, 3:32, bist du irre, das Tempo kannst du nicht halten!” Mein Körper allerdings hat jede Menge Spaß an dieser Geschwindigkeit, und mein Atem verrät außerdem, es klappt heute außergewöhnlich gut. Der Schritt ist sicher, und mein Laufstil konzentriert und der Schritt kräftig und lang.

Es folgt also km 2. Ich versuche mich an meine Vereinskollegen zu halten, allerdings scheinen mir die gerade von einem anderen Planeten zu sein. Ich lass sie ziehen. Mein Kopf und mein Körper führen weiterhin den Dialog. “Alex, lass den Sch…, das kannst du nicht, mach langsamer, du sollst doch die 5km überstehen” worauf mein Körper immer mehr Spaß an der Sache findet, und das Tempo gut halten kann! Körper, Bauch und Kopf streiten miteinander, wobei in diesem Moment “FETZEN” übrig bleibt. Spaß pur! :) “Verrücktes Tempobolzen” rufe ich einem meiner Vereinskollegen zu, der zustimmend nickt und darauf noch mehr Gas gibt. Es folgt ein Gegenwindstück, und ich befürchte, Tempo zu verlieren. Doch km 2 laufe ich mit einem Schnitt von 3:41/km. Wahnsinn. Und auch jetzt wieder, nahezu mühelos!

Mein Kopf schaltet sich wieder ein. Erste Hochrechnungen passieren, und ganz klar, meine Gedanken teilen mir mit: “Alexander, das schaffst du nicht! Das hast du nicht trainiert, und du kannst doch keine neue Bestzeit hinlegen! Außerdem, sei vorsichtig, es kommen noch 3 km, die willst du doch überstehen?!” Und so geht das tatsächlich andauernd dahin. In diesem Moment überlege ich auch: was ist wohl der größte Begrenzer bei unseren Leistungen? Körper oder Geist? In diesem Augenblick scheint es mir fast so zu sein, als wäre es der Kopf, der uns einen Streich spielt. Jedenfalls, ich laufe natürlich weiter, lasse aber tatsächlich etwas nach, und merke es an meinem Atem, dass dieser schon fast gemütlich wird. Außerdem merke ich, überholen mich immer mehr Läufer… das kann doch auch nicht sein?! km 3 absolviere ich in 3:55/km.

Moment mal, sage ich mir in diesem Augenblick: Spaß, bolzen, fetzen. Das war die Devise und jetzt lasse ich mir von mir selbst einreden, das ich das nicht darf?! NÖ! Ich beschliesse, jetzt wieder mehr auf die Tube zu drücken und gebe Gas. Die Zuschauer erleichtern mir das. Es geht durch den Ledererturm, durch die vielen Zuseher. Ich höre einige Zurufe, und bin erstaunt, wie viele Menschen am Straßenrand mich kennen! DANKE EUCH ALLEN! :) Kurz vor Ende der ersten Runde, nach km 3,6 höre ich den Sprecher durchsagen, dass die erste Frau in die zweite Runde geht. Das gefällt mir. Ich habe nicht viele Frauen vor mir, und auch sonst hält sich die Masse noch in Grenzen. Die meisten scheinen hinter mir zu liegen. Ich genieße das Bad durch die Menge, und Tempo machen fällt mir wieder besonders leicht. Ich kratze wieder die 3:40er Marke, ehe es aus dem Stadtplatz raus geht. Kurz nach dem Stadtplatz laufe ich dann aber auf die langsameren Läufer auf, die noch in der ersten Runde unterwegs sind. Das kostet Kraft und Energie. km 4 absolviere ich mit dem Kampf gegen mich und mittlerweile durch die Massen in 3:48.

In der Schlussrunde ist es ein Kampf aus eigener Überwindung, dem überwinden des Gegenwindes und der vielen hundert Läufer, die im gemäßigten Tempo unterwegs sind. Anfangs wähle ich die Strecke inmitten der Läufer, damit ich dem Wind entgehe, entschliesse mich dann aber, auf die linke Seite auszuweichen, und somit für eine freie Bahn, und dafür ziemlich starken Gegenwind. Ich laufe auch auf einen Vereinskollegen auf, der sich in der Masse verirrt hat, und darin ziemlich viel Tempo liegen lässt. Ich kann ihn mitreissen, und wir können uns so gegenseitig motivieren. Auf den letzten Metern kommt dann doch auch noch der Kampf mit dem Magen hinzu. Vor Bewerben neige ich immer dazu, mir allen möglichen Blödsinn rein zu stopfen. Das sollte ich jetzt büssen. Gemeinsam mit Mario überholen wir am laufenden Band die langsameren Läufer, und das Ziel kommt immer näher. Die Zuseher werden mehr und es wird immer leichter. Verwirrt bin ich noch, wo der Zieleinlauf ist, und schaffe daher leider keinen wirklichen Zielsprint. Trotzdem ziehe ich auf den letzten Metern noch an, und mache den letzten km wieder in 3:46. BAMM! Das wird eine Bombenzeit und vergesse darauf, meine Uhr zu stoppen. Doch die Internetauswertung verrät mir: NEUE PERSÖNLICHE BESTZEIT!!! :)

18:48 und somit ein Schnitt von knapp über 3:45/km habe ich geschafft. Und damit hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet! Ich fühle mich super im Ziel, und auch meine Vereinskollegen haben jeweils eine super Zeit hingelegt. Die Männer zwischen 17:30 bis 18:48 (ja, leider war ich der langsamste) und eine Spitzenzeit von Karin, in 19:55, die an dem Tag zum ersten Mal die 5km unter 4:00 Schnitt läuft! Herzliche Gratulation auch dir! Und natürlich den anderen! :)

Noch wissen wir nicht, was diese Zeiten für uns bedeuten. Doch am Ende haben wir mit den zwei Teams gleich zwei MedailleBusinessStockerlplätze eingeheimst! Unsere mixed Staffel macht mit einer Gesamtzeit von 56:14 den überragenden ersten Platz und wir verdrängten damit die Vorjahressieger auf den zweiten Platz! Die Männerstaffel belegte den hervorragenden dritten Platz, mit einer Gesamtzeit von 55:35! An dieser Stelle: vielen Dank, das ich Teil dieses großartigen Teams sein darf! :)

Rückblickend, ein toller Event, mit vielen persönlichen Bestleistungen und Siegen über den eigenen Schweinehund. Viele strahlende Gesichter und jede Menge Freude, Spaß und Emotionen. Herzliche Gratulation an jeden Einzelnen, der mitwirkte und mitmachte. Schön, dass unser Sport auflebt, und offensichtlich immer mehr Menschen GUTES für sich selbst tun. Auch meine Freundin hat ihren ersten Laufbewerb bestritten, und hatte ebenso eine Menge Spaß, und persönliche Siege! Gratuliere dir Süße zu deiner Leistung, und dazu, dass du die Freude an diesem Sport gefunden hast, und mit mir teilst! :)

Nach einer kurzen Siegesfeier heißt es weiter im Programm. Heute früh habe ich bereits meinen 20km Dauerlauf absolviert, und habe auch daran wieder Freude gefunden. Es ist schön, gesund durch die Natur laufen zu können, und dabei die Schönheiten genießen zu dürfen. Ab heute: 8 Tage bis Klagenfurt.

tbc.ab

Letzter long jog, zwei Wochen bis Klagenfurt

Am Sonntag stand der letzte lange Lauf, und somit die letzte lange Trainingseinheit vor dem Ironman Austria in Klagenfurt am Programm. Ich musste jede Menge Motivation dafür aufbringen und mich ordentlich aufraffen, diese Einheit noch zu machen, zu mal es draussen schönes Wetter, aber vor allem super heiße Temperaturen mit über 30 Grad hatte. Aber eins, nach dem Anderen:

Sonntag der 14. Juni. Nach einem schönen Familienausflug in die Südsteiermark, kehren meine Freundin und ich vorzeitig nach Hause zurück, damit ich meinen langen Lauf noch absolvieren kann. Immerhin 35km im gemäßigten Tempo, was einen Zeitaufwand von rund 3 Stunden bedeutet. Dazu kommen mentale Vorbereitung, und die richtige Ausrüstung mit Verpflegung. Nach den letzten Wochen, die großen Umfänge und der zunehmenden Vorfreude auf den Bewerb, wird es für mich immer schwieriger, mich auf die langen Läufe zu freuen. Radfahren und Schwimmen bereiten mir in der jetzigen Phase die größte Freude, und dementsprechend motiviert gehe ich auch an die Sache heran.

Der Wetterbericht sagt heiße Temperaturen, mit baldiger Abkühlung voraus. Es sollte ein Gewitter kommen, und für eine angenehme Luft sorgen, weshalb ich Sonnencreme und Kopfbedeckung diesmal auslasse.Verpflegung long jog Ein großer Fehler, wie sich kurze Zeit später herausstellen sollte. Zur Vorbereitung mache ich diesmal vermeintlich alles richtig. Ausreichend zu trinken, eine Notfallration Energie durch Gels (einmal übliche Energie mit Koffein und zusätzlich NaCl, und einmal schnelle Energie über Agavendicksaft mit Maltodextrin), angepasste Kleidung, Hansaplast über meine Brustwarzen, damit diese nicht vom Singlet wund gescheuert werden. Beim Marathon(training) und auch bei den letzten längeren Läufen habe ich das vergessen, was zur Folge hatte, dass die Laufshirts blutverschmiert waren, und die offenen Stellen schmerzempfindlich wurden und beim duschen ordentlich brannten! Eineinhalb Liter Leitungswasser die ich im Auto hinterlasse, für die rasche Flüssigkeitsversorgung nach dem Lauf.

Bei der Getränkeversorgung bin ich nach langem Trinkbeutelhin und her endlich auch fündig geworden. Der Trinkgurt mit kleinen Fläschchen passte mir nicht (zu enge Taille), und der Trinkgurt mit einer großen Flasche schnürte mich entweder ab, oder nervte mich einfach nur schon nach wenigen Metern. Die Lösung habe ich beim Laufschuhshoppen bei on-your-marks.at gefunden. Trinkbeutel, mit einem viertel Liter Inhalt, befestigt an einem leichten Mash-“Handschuh”. Diese Lösung springt mir ins Auge, und scheint mir auf Anhieb die vernünftigste Lösung, zumindest im Sommer zu sein. Insgesamt also einen halben Liter für die bevorstehenden 35km sollten reichen. Der Wetterbericht verheißt ja Abkühlung, und Regen…

Diesmal lasse ich aufgrund der bevorstehenden Abkühlung Sonnencreme, Kopfbedeckung und Vaseline an Oberschenkeln und in den Achselhöhlen aus. Bei heissen Temperaturen ist das mitunter das Wichtigste, vor allem bei meinem Hauttyp.

Nun aber endlich zum Lauf:

Beim Auto checke ich noch Ausrüstung und mache ein paar Aufwärmübungen (als wäre es nicht warm genug draussen… ;) ). Aufgrund der bevorstehenden Monotonie und Anstrengung lasse ich mich gerne noch ablenken. 3…2…1… los: ich starte in den Lauf, und bin überrascht, wie dynamisch ich starten kann. Die ersten Meter laufen quasi von alleine in unter 5:00/km Schnitt. Ab geht es auf den Damm Richtung Traun. Die Sonne brennt unerbittlich runter. Schon nach wenigen Minuten dreht mein Kopf durch und sehne mich nach den angekündigten Wolken, die leider ausbleiben sollten. Die Schlechtwetterfront liegt hinter mir, und in meine Richtung ist keine Wolke am Himmel zu sehen. Am Damm hat es gefühlte 40Grad, und meine Gedanken laufen schnell heiß, und ich versuche alle möglichen Mentaltechniken, um wieder auf positive Gedanken zu kommen. Positiv denken sage ich mir in einer Dauerschleife vor. Gar nicht einfach… und schon bald, nach 4km, beschliesse ich, das mir mein Singlet um den Kopf gewickelt bessere Dienste leistet, als am Oberkörper. Endlich werden meine Gedanken auch wieder positiver und ich finde mich mit der Situation ab. Nach km 7 folgt endlich das ersehnte Schattenstück an der Traun. Ab jetzt läuft quasi alles von alleine. Ich freue mich auf den lockeren Lauf, und spule meine km runter. Die Runde am Ödtsee ist zwar sonnig, aber das Laufen zwischen vielen Menschen motiviert mich, sorgt für Konzentration und ich achte wieder mehr auf meinen Laufstil, und werde dadurch auch wieder schneller. Meine Getränkereserven muss ich mir gut einteilen, und starte mit dem Trinken erst nach einer Stunde, und versuche mich daran zu halten, die Hälfte nach zwei Stunden, und den letzten viertel Liter in der dritten Stunde zu trinken. Nach einigen Höhen und Tiefen, und einem viel lockereren Lauf als befürchtet, geht’s in die Schlussphase. Bei km 34 reisse ich schon mal die Hände in die Luft, und lasse einen Jubelschrei los. Ich fühle mich schon als Ironman Finisher, und sehe mich über die Ziellinie laufen! Was für ein erhebendes Gefühl! Ich freue mich darauf! :)

Nach etwas mehr als 3 Stunden habe ich die 35km geschafft. Anschließend greife ich gleich zur Flasche, und bin froh über das aufgewärmte Wasser im Auto. Nach der ersten Flasche dehne ich gleich und bin total erleichtert, dass ich das Training so gut wie abgeschlossen habe. Nach diesem Lauf folgt bereits die Tapering Phase, und eine relativ lockere Woche folgt. Auf dem Plan stehen nur noch vier Einheiten, zwei Läufe und zwei Ausfahrten auf dem Rad. Zusätzlich nehme ich mir noch eine lange Schwimmeinheit über 3,8km mit Neopren vor. Bei der langen Einheit merkte ich jedenfalls, dass ich wieder an meiner Technik und Kraft arbeiten muss. Also nehme ich mir vor, nach dem Bewerb wieder regelmäßig das Lauf-ABC und gezieltes Krafttraining einzubauen.

Keine zwei Wochen mehr… die Spannung steigt, der Körper darf sich endlich erholen, und vorbereiten auf die bevorstehende Höchstleistung.

tbc.ab

Endphase des Trainings für den Ironman

Ironman straight

Die Umfänge werden größer, die Intensitäten geringer, Nervosität und die Vorfreude auf den Bewerb nehmen mit jedem Tag zu! Ich befinde mich in der Endphase der unmittelbaren Vorbereitung für den Ironman. 3 Wochen noch bis zum Start!

Größe und Umfang des Projektes wird mir bei den stundenlangen Ausfahrten jetzt erst richtig bewusst. Für mich sind die Distanzen noch kaum vorstellbar, erst recht nicht der Gedanke daran, 3,8km schwimmen, 180km Radfahren und als Draufgabe noch einen Marathon mit 42km zu laufen. Momentan habe ich noch zu kämpfen, die einzelnen Einheiten, die noch wesentlich kürzer sind, gut zu überstehen.

Marathonläufer kennen den so genannten “long jog”, mit dem man den Körper auf die lange Belastung vorbereitet, und die Ausdauer trainiert. Abwechselnd trainiere ich eine Woche diese Einheit, darauf folgt eine längere Grundlageneinheit auf dem Rad in der Woche darauf, mit bis zu 5 Stunden (als Fleißaufgabe habe ich dazu noch eine halbe Stunde angehängt, was allerdings gar nicht so vernünftig war) im Sattel.

Dazu kombiniere ich noch das Schwimmtraining. Nach wie vor steht bei mir viel Techniktraining am Programm, damit ich die 3,8km möglichst ökonomisch bestreite, und Kraft für die Rad- und Laufstrecke spare. Bleibt dann noch Zeit, mache ich Krafttraining und trainiere vor allem meine “core-stability”. Mein Trainingspartner Michael bringt dazu die nötige Motivation ein, und das Training mit ihm macht höllisch Spaß! In den eigenen vier Wänden haben wir auch für eine Trainingszone gesorgt, und ein TRX Band mit Deckenhalterung installiert. Für mich das wohl beste Training, aber auch ziemlich hart.

Körperlich und mental stoße ich langsam an meine Grenzen, dehne mit nahezu jedem Training die Grenze des schaffbaren aus, und bin immer wieder aufs Neue von der Strapazierfähigkeit meines Körpers fasziniert. Teils über 18 Stunden Training pro Woche, und ein Kalorienverbrauch von zusätzlich 13.000kcal und mehr in einer Woche, verlangen auch eine gute und passende Ernährung. Glücklicherweise teilen meine Liebste und ich die Leidenschaft für gute und gesunde, weitestgehend vegane, Ernährung! DAS, und das Verständnis meiner lieben Freundin erleichtern die Vorbereitung für den Ironman enorm, und gibt Kraft! DANKE Süße!

Was fällt mir derzeit noch ein zu berichten? Vorgenommen habe ich mir, dass ich in den nächsten Tagen und Wochen jedenfalls noch meine Trainingsgeräte vorstelle, Tips zu den langen Einheiten abgebe und ein paar hilfreiche Unterstützer im Training präsentiere.

Zahlen, Daten, Fakten. Ich stehe unheimlich auf Trainingsauswertungen und führe über meinen Garmin Account mein Trainingstagebuch, was mich zusätzlich motiviert. Hier nun die Zahlen meiner unmittelbaren Vorbereitung auf den Ironman, seit meiner Rückkehr aus Australien, Ende November:

353 Stunden Training, in 251 Trainingseinheiten und einer zurückgelegten Distanz von 5.900km auf dem Rad, zu Fuß und im Wasser. 217.000 verbrannte Kalorien in den 27 Trainingswochen. Pro Woche sind das im Schnitt knapp über 13 Stunden Training und über 8.000kcal zusätzlichen Kalorienverbrauch. Zu diesen Stunden kommen Vor- und Nachbereitung, ein paar Trainings- und Rennwochenenden in St. Pölten und Klagenfurt und natürlich unzählige Stunden im Austausch mit Trainings- und Vereinskollegen. Nicht zu vergessen der Austausch mit dem Trainer, die Laktattests und die Streckenvorbereitung.

Ich war in diesen Monaten bisher 79 mal laufen und legte eine Distanz von 1.145km in einem Durchschnittstempo von 12,3km/h zurück. Im Sattel habe ich 72 mal gesessen, und habe dabei 4.600km im Schnitt von 31,8km/h zurück gelegt. Ins kühle Nass bin ich 59 mal eingetaucht und dabei habe ich 145km Wasser verdrängt… ;) Bleiben noch 45 Trainings, in denen ich meine Muskeln versuche zu stählern und den Körper auf die Strapazen vorbereite. Von mir aus, kann’s ruhig so weiter gehen und ich bin heilfroh, und sehr dankbar für meinen gesunden Körper, der das alles mitmacht! Unter all den Belastungen, blieb ich heuer erstmals verletzungsfrei und immer gesund!

 

Das alles macht tierisch viel Spaß! Das ist das beste daran. Immer wieder aufs Neue kann ich mich motivieren, freue mich auf die nächste Einheit, und darauf, mit jedem Training eine Spur besser zu werden. Mit jeder Erfahrung komme ich meinem Ziel näher, verfeinere meine Ausdauer, stärke meine Muskeln und finde immer mehr heraus, was mir Freude bereitet, und was nicht. Dafür und noch vieles mehr liebe ich diese Herausforderung. Damit hoffe ich, auch andere mit dieser Faszination infizieren zu können und wünsche schon jetzt, viel Erfolg, gutes Gelingen und ganz viel Spaß an der Sache!

tbc.ab

Nachbericht zum Linztriathlon

Linztriathlon aus dem Wasser

Nicht nur die von mir gewählte Distanz, sondern auch die Teilnahme am Linztriathlon war  olympisch. Dabei sein war alles… eine Hitzeschlacht folgte!

Eingeschoben habe ich den Bewerb, weil heuer erstmals die olympische Distanz angeboten wurde, und somit super in meinen Trainingsplan passte. Eine perfekte Koppeleinheit, mit gesicherter Strecke und einem Freiwassertraining unter Wettbewerbsbedingungen!

Schon die Tage vor dem Samstag liessen ein Rennen der besonderen Art erwarten. Heiße Temperaturen unter Tage und kaum Abkühlung in der Nacht heizten den Pleschingersee auf angenehme 25 Grad Celsius auf. Im Triathlonsport heißt das: Neoprenverbot für alle Bewerbe (Sprint, Olympisch und Mitteldistanz)!

Von rund 350 gemeldeten Startern waren “nur” 261 am Start, davon drei die nicht finishten und eine Disqualifikation. Ob der Schwund bei den Startern an der Hitze gelegen hat, oder doch am Neoverbot? ;) Die Tage zuvor ging es jedenfalls schon rund auf diversen Kanälen, und Neo-Fans wollten das Neoverbot aufheben. Für mich nicht ganz verständlich. Bei der Hitze, macht alleine das anziehen keinen Spaß, und erst recht nicht, die Sonne und das stark erhitzte Wasser am Körper. Die Schwimmzeiten natürlich werden dadurch etwas schlechter, vor allem bei den nicht ganz so guten Schwimmern, zu denen ich mich auch (noch ;) ) zähle.

Nun gut, jetzt zurück zum Rennen. Trotz des Trainingslaufes, und für mich als “C”-Bewerb gereihten Start, war die Aufregung und die Nervosität ziemlich groß. Wieder einmal habe ich kurzfristig noch mein Rad dank einer Leihgabe von 4Sports und meinem Vereinskollegen Peter mit schneidigen Laufrädern optisch und technisch aufgewertet. Macht euch davon gerne selbst ein Bild:

Rad mit LRS Aeolus

 

Am Samstag den 6.Juni um 12:45 war es dann so weit. Massenstart am Pleschingersee zur ersten olympischen Distanz beim Linztriathlon. 45 Minuten zuvor gingen die Mitteldistanzer ins Wasser, allen voran Triathlon Superstar Michi Raelert von den Raelert Brothers. Ich reihte mich möglichst vorne ein, damit ich dem wilden Gedränge im Wasser entkomme, allerdings vergeblich. Meine Schwimmleistung ist einfach noch nicht gut genug, und so musste ich mich im Getümmel mir meinen Platz unter den anderen streitig machen, bis nach ein paar hundert Metern endlich alle Teilnehmer ihren Platz gefunden haben, und das wilde Gedränge ein Ende nimmt. Ich fühle mich wohl, kann gut schwimmen, bin auch immer gut auf Kurs. Die GPS Auswertung bestätigt mich auch darin, und ich bin tatsächlich die Bojen gerade angeschwommen… ganz ohne Unterwasser Navi! ;)

Nach gut 17 Minuten steige ich aus dem Wasser. Jetzt geht’s in die Wechselzone. Abtrocknen, Socken an (das werde ich künftig optimieren und weg rationalisieren. Viel zu viel Zeit die dafür drauf geht, bei so kurzen Bewerben!), rein in die Schuhe, Helm auf, Brille auf (dafür vergeht einfach zu viel Zeit und werde ich wohl verbessern müssen, und üben dürfen! :) ), und raus aus der Wechselzone, rauf aufs Bike und was folgt, sind 1 Stunde 21 Minuten und 45 Sekunden purer Fahrspaß rauf ins Mühlviertel. Rund 46km ist die Schleife lang, mit einer lang gezogenen Steigung gleich am Anfang und ein paar knackigen Anstiegen im Anschluss mit ca. 540Höhenmeter.

Ich komme schnell gut rein, und nicht nur die Optik meines Rades, sondern auch der Sound gibt mir einen zusätzlichen Kick beim fliegen durch das Mühlviertel! Ein knapper 34er Schnitt war es dann am Ende, und gefühlt hätte ich schwören können, bin ich mit über 36 Sachen die Strecke abgeflogen… ;) Leider aber darf ich auch das noch trainieren, und es wird bestimmt bald noch mehr Spaß auf meiner Zeitfahrmaschine machen! :) Das Zwischenergebnis jedenfalls stimmt, und in Anbetracht der Hitze, bin ich super zufrieden mit meiner Leistung.

Es folgt Transition 2. Der Wechsel vom Rad in die Laufstrecke. Das geht diesmal relativ zackig, raus aus den einen Schuhen, rein die nächsten. Natürlich kann auch das noch optimiert werden. Da ich bisher aber nur an der Mitteldistanz teilgenommen habe, und jetzt auf die Langdistanz trainiere, habe ich darauf noch keinen Augenmerk gelegt. Besser werden ist allerdings immer drinnen und auf jeden Fall möglich!

Raus aus der Wechselzone bin ich top motiviert und verhältnismäßig locker auf den Beinen. In den bisherigen Trainings Linztriathlon Laufstrecke Anfangbin ich nach längerer Fahrt und teils noch stärkeren Intensitäten einen glatten 4er Schnitt drauf gelaufen. DAS wollte ich auch heute versuchen, und ich laufe tatsächlich mit 3:52 die ersten paar hundert Meter an. Ein kurzer Anstieg aber bringt mich total draus. Und außerdem, die Hitze setzt mir offensichtlich doch etwas mehr zu. Den ersten Kilometer schaffe ich dann gerade noch in 4:07 und ich beschließe, einen Gang zurück zu legen.

Aber Moment mal. Ich wollte einen Gang zurück legen. Was folgt, macht mich im Kopf fertig. Die Sonne (kaum ein Schattenstück auf der Strecke, laut Autoanzeige 34Grad Außentemperatur) knallt erbarmungslos herunter und ich, als nicht gerade südländischer Typ, habe ordentlich mit den Rahmenbedingungen zu kämpfen. Ich laufe mittlerweile im Schneckentempo um die 4:30, und überhole aber dennoch am laufenden Band die anderen Teilnehmer. Die Motivation zum kämpfen schwindet von Meter zu Meter und ich gebe mich damit zufrieden, was mein Körper noch her gibt. Die Labestellen verschaffen mir Abkühlung. DANKE an dieser Stelle den tollen Helfern, die mit Gartenschlauch, Getränken und etwas zum beissen auf der Strecke viele Stunden ausharrten! Nach der zweiten Labe, und Halbzeit nach 5,25km, breche ich dann kurzfristig ein. Knapp über 5 Schnitt sogar. Das packt mein Kopf nicht. Doch dann sehe ich, wie mir die führende Frau begegnet, mit einem guten km Rückstand auf mich. Sorry den weiblichen Lesern, aber das motiviert mich, und ich denke mir: YES, ich kann es schaffen, vor der ersten Frau ins Ziel zu laufen. Wollte ich immer schon mal, heute war es realistisch… ;) Die Zeiten wurden besser, deshalb, und auch wegen dem Zuckerschub von zwei Bechern Cola (das beste, wenn gerade nix mehr geht!). Auf dem Weg überhole ich dann auch noch meinen Wechselzonen-Nachbar, der mich auf dem Rad am Hügel ordentlich hat stehen lassen, und dem ich dort schon geschworen hatte, dass ich ihn beim Laufen wieder einhole (mit einem lächeln auf den Lippen nehmen wir das beide so zur Kenntnis). Zusätzliche Motivation. Und mittlerweile kein daran denken mehr, was ich ursprünglich vor hatte. Unter 45 Minuten auf der 10,5km langen Strecke bleiben. Das schafften heute gerade einmal die Top Athleten, zu denen ich mich noch nicht zähle.

Das Ziel naht, zwei Athleten überholen mich, und ich kann auf den letzten Kilometer noch ordentlich zulegen, und laufe sogar wieder unter 4:30 Schnitt. In den Beinen steckt noch viel Kraft. Linztriathlon Laufstrecke EndeNur der Kopf war offensichtlich leer, und es fehlte mir die Motivation (und vermutlich auch Zucker?!). Ich laufe die letzte Schleife und bin heilfroh, dass ich diese Hitzeschlacht in 2 Stunden, 34 Minuten gefinisht habe. Übrigens, bin ich auch superglücklich darüber, dass mich meine Liebste im Ziel anfeuert, und bei allen Wechseln mir zujubelte! DAS ist immer wieder eine super Motivation! DANKE Süße! :)

Hier meine Zeiten:

swim 900m: 17:45

t1: 2:23

bike 45,9km: 1:21:48

t2: 1:05 (rekordverdächtig ;) )

run 10,5km: 51:25 (wenn man das noch run nennen kann?!)

Unterm Strich, ein super Training und ich bin auf den Geschmack gekommen. Die kurze Distanz macht Mördermäßig Spaß und darauf werde ich im nächsten mehr setzen, und meine Schnelligkeits-Skills verbessern. Die langen Einheiten haben später auch noch Zeit… jetzt aber wieder Konzentration auf Klagenfurt. Ab heute sind’s nur noch 22Tage und die Vorfreude steigt mit jedem Tag! :)

tbc.

Gelungener Probelauf beim Ironman 70.3 in St. Pölten

Erfolg2

Am Sonntag den 17.Mai war es endlich so weit, und der erste Triathlon Bewerb der Saison stand am Programm! Die Vorfreude nach nahezu 6 Monaten Training war riesig.

Getopt wurde dies noch von einer spontanen Leihgabe durch Peter von 4Sports. Er übergab mir am Freitag noch seine Carbon Laufräder von Bontrager, im perfekten Design mit weißen Speichen, vorne die Aeolus 5 und dem Aeolus 7 Hinterrad mit der Nabe von Powertap, sodass ich sogar zum ersten mal in den Genuß der Leistungsmessung gekommen bin! Für mich war das wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern auf einen Tag. Dementsprechend stieg meine Nervosität und die Vorfreude noch mehr an!

In einer Nacht und Nebel Aktion musste ich dafür jedoch noch die Bremsbeläge austauschen, was gar nicht so einfach war, als ich mir im ersten Moment dachte. Auch hier muss ich ein fettes DANKE an die Radwerkstatt Bernhard Pömer richten, der mir um halb neun Uhr abends am Freitag noch seine Unterstützung angeboten hat. Ohne ihn wäre das Projekt wohl nicht gelungen…

Montage

Jetzt aber zurück zum Rennwochenende. Nach einem missglückten Lauf 2014 hatte ich noch eine Rechnung mit St. Pölten offen. Diesmal ging ich die Sache im Gegensatz zum Vorjahr jedoch total entspannt an. Es war doch auch nur ein Trainingslauf für den bevorstehenden Ironman in Klagenfurt und somit “nur” die halbe Distanz über 70,3 Meilen.

Dennoch wollte ich meine bisherige Bestzeit von 5 Stunden und 3 Minuten aus 2013 beim Ironman 70.3 in Zell am See und natürlich die 5 Stunden und 22 Minuten beim Ironman 70.3 in St. Pölten 2014 unterbieten. Ich fühlte mich gut, war locker und bester Laune. Nun aber Konzentration auf den Start am Sonntag um 7:15 Uhr, meiner neuen Altersklasse, M35-39.

Von Anfang an lief alles wie geschmiert. Beim schwimmen fühlte ich mich, abgesehen von den Rangeleien im Wasser, schnell recht wohl, vor allem dann, wenn ich meinen Rhythmus fand und mal Zeit hatte, mich auf mich zu konzentrieren. Etwas schwindelig stieg ich nach rund 1.000m aus dem ersten See und sprintete barfuß den rund 300m langen Landgang zum Einstieg in den zweiten See, um die restlichen 900m zu absolvieren. Mit jedem einzelnen Kraulzug stieg die Vorfreude auf die bevorstehende Fahrt mit meinem neu getunten Zeitfahrrad. Endlich fertig, zeigt mir der Blick auf die Uhr, ich bin verdammt gut im Rennen.

In der Wechselzone lasse ich mir gewohnt viel Zeit, und erst bei der Analyse merke ich, dass ich hier ordentlich Aufholpotential habe. Endlich auf dem Rad, geht es Richtung S33 und einer Schlacht zwischen den Athleten. Anstelle der erlaubten Zweierreihe wird hier in bis zu fünf Reihen nebeneinander gefahren, überholt und versucht, sein Tempo zu finden. Gar nicht so einfach, hier die Ruhe zu bewahren. Im 42er Schnitt geht es aber Richtung Traismauer und nach gut 20km endet die Hetzjagd in engen Gassen und dem ersten Anstieg. Danach geht es der Donau entlang und ich merke jetzt erst, wie genial die Carbon Laufräder sind, und wie sie mich zusätzlich nach vorne pushen. Der Sound und das Gefühl auf meinem Zeitfahrrad ist unbeschreiblich. ENDLICH: die unzähligen Stunden im Winter auf dem Rad haben sich gelohnt, und im Eiltempo rase ich dem nächsten Anstieg entgegen. In Aggsbach steigt dann wieder der Respekt vor dem bevorstehenden 8km langen Anstieg über gut 400m. Danach: ABFAHRT und Geschwindigkeiten bis zu knapp 80km/h! Ich juble vor Freude auf dem Rad, das Gefühl ist unbeschreiblich.

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, ich bin um vieles schneller als im Vorjahr, jedoch immer noch langsamer als bei meinem bisher schnellsten Radsplit. Zu guter letzt folgt das einrollen in St. Pölten und es heißt langsam Tempo rausnehmen und vorbereiten auf die bevorstehenden 21km entlang der Traisen und durch die verwinkelten Gassen der St. Pöltner Innenstadt.

In der Wechselzone lasse ich wieder einiges an Zeit liegen, gehe dann aber erstaunlich locker auf die Laufstrecke. Den ersten km laufe ich in 4:00/km und  ich muss mich etwas einbremsen, will ich die Strecke durchlaufen. Im ersten Teilabschnitt setzt der Wind etwas zu, in der Stadt beflügeln die Zuschauer und erleichtern mir das Tempo machen. Von der Stadt Richtung Stadion gibt’s dann endlich den Rückenwind und Tempo bolzen geht fast von alleine. Zwischendurch fange ich erstmals an zu rechnen und versuche eine Endzeit zu finden. Und siehe da, tatsächlich, es könnte sich unter 5 Stunden ausgehen, sogar ziemlich deutlich. Das motiviert zusätzlich und es fällt mir tatsächlich immer leichter, obwohl der Körper merklich angeschlagen ist. Aber sogar bei der Verpflegung halte ich mich zurück und scheine immer das richtige Maß aus Cola, Iso und Wasser zu finden. Gegen Ende der 21km langen Laufstrecke kann ich nochmal das Tempo steigern und am Ende habe ich eine für meine Verhältnisse Bombenzeit auf die Laufstrecke knallen können.

Am Ende bin ich überglücklich über 4 Stunden 55 Minuten und 7 Sekunden.

Die Teilzeiten:

swim: 35Minuten

t1: 5Minuten 46Sekunden

bike: 2Stunden 40 Minuten

t2: 4Minuten 34Sekunden

run: 1Stunde 29Minuten

Gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um über 27Minuten und eine Verbesserung meiner bisherigen 70.3 Bestzeit von über 8 Minuten. Hammer Sache. Die Form also passt und macht Mut für den bevorstehenden Ironman nur 6 Wochen nach diesem Sonntag.

Die Spannung steigt, eine letzte Regenerationswoche folgt. Danach wird ein letztes mal Wettbewerbsspezifisch trainiert. Und dann, wird’s ernst…

tbc.ab

Vorbereitung auf den Wettbewerb

RadCheckIn

Nur noch wenige Stunden bis zum Start meines ersten Triathlons in der neuen Saison und somit Zeit, hier festzuhalten, was in den Tagen davor alles passiert.

Aufgrund der kalten Temperaturen der Seen in der Umgebung, und der für mich NeoBeckenwillkommenen Ausrede, nicht in den See baden gehen zu müssen, muss ich trotzdem ran und den Neo in der neuen Saison zumindest einmal einschwimmen. Das erledige ich am Mittwoch vor dem Bewerb, gleich um 7 Uhr früh. Das Wintertraining, und damit einhergehend viele Techniktrainings scheinen sich bezahlt gemacht zu haben. Die Wasserlage mit dem Neo ist ein Traum und ich schwimme die 2.000m im 50m Becken in gerade einmal 34Minuten. Das könnte ich ruhig auch mal so im Bewerb hinbekommen… ;)

Nach den letzten Einheiten der Tapering Woche folgt am Freitag dann das akribische packen und vorbereiten auf das Rennwochenende. Voller Vorfreude Packlistesuche ich Stück um Stück zusammen und bilde nach den Abschnitten meine “Häufchen”. Angefangen beim ersten Bewerb, dem Schwimmen arbeite ich mich über die Wechsel bis zum Schluss vor. Das Einfahren, einschwimmen und natürlich das einlaufen in der Früh muss mit berücksichtigt werden. Da ich mich immer schwer bei Entscheidungen tue, packe ich sicherheitshalber von den meisten Dingen alles doppelt ein. Zum ersten mal tüte ich jeden Abschnitt separat ein und verliere dadurch nicht den Überblick. Auch in der Tasche habe ich einen viel besseren Überblick über die einzelnen Kleidungsstücke und die notwendigen Schritte, die mir am Wochenende bevorstehen. Danach prüfe ich noch ein letztes mal den Zeitplan, drucke mir die notwendigen Unterlagen aus, sammle alle wichtigen Adressen und packe auch das auf den Reisestapel.

Ist das erst mal erledigt, folgt der für mich immer der schöne Teil, das RadmonturSportgerät säubern und auf Hochglanz bringen. Diesmal kommt noch dazu, das ich als Leihgabe eine Laufradgarnitur aus Carbon bekommen habe. Das macht die Sache noch viel spannender und ich freue mich noch mehr auf den Radsplit! Räder raus, Bremsbeläge wechseln, das Rad noch ein letztes mal vom Fachmann checken lassen und die Bremsen einstellen. Die Schrauben noch ein letztes mal prüfen, alles nachziehen und Nervosität abbauen heißt es bei diesen Tätigkeiten. Bei mir ist dies mittlerweile zum Ritual geworden und ist zum fixen Bestandteil meiner Vorbereitungen mutiert. An diesem Wochenende konzentriere ich mich voll auf mich, meine Sportgeräte und das Rennen.

Am Samstag dann ist es endlich so weit. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es ab nach St. Pölten und gleich zum Check in, das Starterpaket abholen. Darin enthalten ein Rucksack von Ironman, die Startunterlagen und natürlich tonnenweise Werbematerial. Fertig damit wird noch kurz eine Runde in der Messe gedreht, um festzustellen, dass die Nerven jetzt ohnehin schon blank liegen und die Energie irgendwie anders umgewandelt werden muss.

Vom Zeitplan ist also der erste Punkt erledigt, bleiben noch zwei Stunden bis zum Race Briefing. In der Zeit nutzen wir das schöne Wetter und beschließen gleich uns einzuschwimmen und den See kennen zu lernen, wie das SeeTestWasser, die Seebeschaffenheit ist und vor allem auch die Strecke verläuft. Endlich Gelegenheit, im See schwimmen zu gehen. Und wie wichtig das ist, sollte ich dann im Wasser merken. Auf den ersten Metern traue ich meinem Tastsinn nicht ganz, merke und sehe jedoch dann, dass im See massig Seegras bis fast zur Oberfläche ist. Meine Angst vor dem freien Wasser sollte neuerlich auf die Probe gestellt werden. Kaltes und dreckiges Wasser, Seegras und Schlingpflanzen machen mir die Sache noch viel schwerer und auf den ersten Metern habe ich wieder einmal einige Panikattacken, bekomme kaum Luft und bekomme ordentlich Zweifel, ob ich das wohl im Rennen schaffe?! Dank meiner Begleitung von Mike jedoch überstehe ich das und langsam gewöhne ich mich an die Situation, wenn auch es total unangenehm bleibt. Durch müssen wir sowieso alle… Gut das ich reingesprungen bin, und mich die Situation im Rennen nicht überfordert. Nach einem knappen kilometer und zwanzig Minuten plantschen im See geht es raus aus dem See und ans trocken legen.

 

Kurze Zeit später geht es ins verpflichtende BriefingRace Briefing, in dem nochmal alle Regeln und die Strecke besprochen wird. Kein Windschattenfahren, gefährliche Stellen und Besonderheiten des Bewerbes werden hier besprochen. Die Stimmung im Zelt ist immer eigenartig, eine Mischung aus Spannung, Vorfreude, angeregter Gespräche unter Kollegen und Wiedersehen früherer Kontrahenten, mit einem gemeinsamen und doch jedem sein eigenes Ziel.

 

Danach heißt es aktivieren und ab auf einen Teilabschnitt der Rennstrecke. Kurz einstrampeln und ein paar Minuten an die Schwelle gehen. Für mich ist es diesmal gleichzeitig eine Premiere und ich fahre zum ersten Mal mit Carbon Laufrädern. Die Bedingungen sind optimal. Starke Windböen stellen mich und das Material ordentlich auf Probe und ich kann testen, wie sich das AktivierenRad unter schwierigen Bedingungen fährt. Und ich bin überrascht. Einerseits über den wahnsinnig guten Sound meiner neuen Räder, der Unterstützung durch das “wummern” der Räder, das gefühlt viel aggressivere Schalten und auch die Tatsache, das sich das Rad weicher anfühlt und dabei gleichzeitig viel dynamischer erscheint.Ein Traum und ich bin von Anfang an begeistert von meinem neuen Sportgerät. AbschiedUmso schwerer fällt mir die anschließende Trennung von meinem Rad, beim Rad Check in. Gut, dass meine Liebste mit dabei ist und der Trennungsschmerz fällt mir gleich viel leichter, weil wir die Zeit nach dem Check in und vor dem Rennen miteinander genießen können. DANKE Andrea für die Unterstützung!

RadCheckIn

In der Transition Area angekommen heißt es den Platz finden, das Rad Einhängeneinhängen, den Platz einstudieren, markante Stellen finden, an denen ich mich auch im Rennen gut orientieren kann, wenn ich mit Puls 180 und ordentlich Stress mich auf die Suche nach dem Rad mache. Ein letzter PlatzMerkenCheck des Rades und die Kontrolle, ob es in die richtige Richtung hängt.

Dann noch die Säcke kontrollieren, einhängen, versuchen diese markant aufzuhängen und auch hier wieder den Platz zu merken, damit unter Stress die eigenen Sachen leicht gefunden werden können. Beim auschecken aus der Transition Area gibt es dann noch den Zeitnahme-Chip und ab hier ist alles vorbereitet. Ab jetzt heißt es Nerven bewahren und darauf vertrauen, dass alles gut vorbereitet ist.

 

Am Abend gibt’s nochmal gutes Essen, nicht zu viel, nicht zu wenig und vor allem, den Tag über viiiiiiel zu trinken! Damit ich meine Tagesdosis von 4,5liter schaffe, decke ich mich mit drei Mineralwasserflaschen ein, und zwinge mich dazu, diese möglichst bald im Tagesverlauf zu trinken. Nach dem Essen und letzten Taktikbesprechungen und Erinnerungen an Trainingssituationen geht es ab ins Bett. Der Wecker ist auf 4:30Uhr gestellt. Wir müssen bald raus!

 

Frühstücken, auch hier, nicht zu viel, nicht zu wenig und noch ausreichend zu trinken geht es dann zum Startareal. Danach nimmt alles seinen Lauf. Vorbereitung auf das Rennen, Neppern anziehen, aufwärmen und dann in der Startwelle möglichst weit vorne starten können. Nach dem ersten Gedränge finde ich meinen Rhythmus…

Start

Start der Welle M35-39 des Ironman 70.3 in St. Pölten

Was danach passiert, folgt im nächsten Beitrag… tbc.ab