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Oktober 2017

Das war’s, für 2017. Off Season ist jetzt! :)

panorama

Mittlerweile traditionell schließe ich die Saison mit dem Lauf rund um den Wolfgangsee über die klassische Distanz über 27km ab. Zum vierten Mal schon bei Postkartenwetter und diesmal mit der längsten und gleichzeitig konstantesten Saison in den Knochen. Zeit, den Lauf und die Saison kurz Revue passieren zu lassen.


 

2Std.2Min.39Sek. Das ist meine neue Bestzeit beim Lauf rund um den Wolfgangsee. 2011 habe ich mich zum ersten Mal über diese Distanz gewagt. WSL2011Aufgrund der Höhenmeter ist dieser besondere Lauf “wie ein Marathon”,  hat man mir damals gesagt. 2:24:19 benötigte ich. Damals noch ohne wirkliche Wettkampferfahrung, geschweige denn Fokus auf irgendwelche Platzierungen. 1-2kg mehr auf den Rippen, wie du vielleicht am Bild erkennen kannst. Just for fun war damals das Kredo. Und überleben. ;) Mittlerweile aber weiß ich. Schneller ist mehr Spaß! WSL20132:03:02 benötigte ich dann 2013 für die gleiche Runde. So kann es weitergehen, dachte ich mir damals. Der Streckenrekord ist dann bald meiner. ;) 2016 dann aber die Ernüchterung. 2:04:26 und somit eine “Verschlechterung” der Zeit. Außerdem musste ich in den Jahren 2012, 2014 und 2015 verletzungsbedingt pausieren. Vielleicht geht’s dann doch nicht ganz so schnell mit dem schneller werden?! Daran aber arbeite ich bis heute und vermutlich auch noch morgen. FalkensteinUmso erfreulicher das ich nach einer erkältungsbedingten Pause und doch sehr warmen Temperaturen eine neue Bestzeit aufstellen konnte. Am coolsten aber finde ich Platz 88 von knapp 2.000 Startern und Platz 14 in meiner Altersklasse, hinter keinem geringeren als Günther Weidlinger. Für ihn war’s vermutlich ein gemütlicher long jog, wenn überhaupt. Ich bin am Limit gelaufen. Heute, drei Tage danach, gehe ich die Stiege rückwärts runter. Er läuft wahrscheinlich immer noch… ;)

Nun ja. Jetzt ist’s spontan beinahe ein Rückblick auf meine Läuferkarriere geworden. Aber keine Sorge. Ich krieg mich schon wieder ein… eine neue Idee aber ist geboren. Da gäbe es was zu lernen, wie man’s am besten nicht macht. Davon kann ich ein Lied singen. Ein lustig-trauriges Wellenbad der Gefühle Lied wäre das dann wohl. Jetzt aber echt. Rückblick der Saison. Jetzt. Hier:

Und da staune ich nicht schlecht. 654 Stunden habe ich die letzten 11 Monate trainiert. 9.550km habe ich dabei zurückgelegt. lachender Zieleinlauf WSL2017Soviel ist Andrea die letzten drei Jahre mit dem Auto gefahren. Ich hab das schwimmend, Radfahrend und laufend zurückgelegt. Genau genommen bin ich 1.467km gelaufen (beinahe eine Punktlandung auf meine vorgenommenen 1.500km! :) ), über 7.700km mit dem Rad gefahren und ungefähr 380km geschwommen. In Zeit: 130 Stunden in Laufschuhen verbracht. 270 Stunden im Sattel gesessen. Gut 135 Stunden das Element Wasser genossen. Damit ich diesen Trainingsaufwand möglichst verletzungsfrei überstehe, mache ich zum “Ausgleich” noch Krafttraining.Zielsprint 115 Stunden  habe ich dafür aufgewendet. Meines Erachtens die wohl sinnvollste Investition. Diesem Training verdanke ich vermutlich auch die konstante Saison. Bis zum Schluss. Die 27km konnte ich bis zur Ziellinie dynamisch gestalten. Entscheidend dafür ist eine gute Core Stabilität. Und auch mentales Training. Daran hab ich viel trainiert. Daran hab ich viel gezweifelt. Und am Ende bin ich überzeugt davon. DAS BRINGT’S! Daran knüpfe ich an.

Am Ende der Saison 2017 musste ich allerdings auch einen Bewerb auf nächstes Jahr verschieben. Den KOTL – King of the lake. Meinen Startplatz beim Einzelzeitfahren rund um den Attersee habe ich erkältungsbedingt kurzfristig abgegeben. Das war nicht leicht. Auch da war Traumwetter angesagt. Doch ein Infekt hat mich gebremst. veganforfitDie Vernunft (und mein Coach) hat gesiegt. Und das, obwohl ich mich gerade in absoluter Höchstform befunden habe. Die hat mich vermutlich aber auch “leichtsinnig” werden lassen… zu gut habe ich mich gefühlt. Auch damit muss man womöglich lernen umgehen zu können. Dazugelernt. s’nächste mal besser machen. Kurzfristig hatte ich sogar mein Traumgewicht von 66kg erreicht. Zum einen aufgrund der immer steigenden Trainingsintensität und zum anderen aufgrund einer erstmals strengen Diät, oder besser gesagt, einem guten Ernährungsplan. Für 10 Tage habe ich mich ausschließlich vegan ernährt und folgte dem “Vegan for fit für Gipfelstürmer” Programm von Attila Hildmann. Das war super. Aber davon, so hoffe ich, gibt’s bald mehr in einem eigenen Beitrag.

Zum Schluss sollte nicht verschwiegen bleiben, dass vor all dem Training das Umfeld vermutlich die wichtigste Rolle spielt. Wenn das nicht passt, ist eine derartige Leistung und vor allem Zeitaufwand nicht möglich. DANKE Andrea. Dank auch meinem Coach “www.dersportcoach.com” Gerald Will, meiner Schwimmtrainerin Gudrun von der swimacademy.at, meinen Vereinskollegen vom TEAM4sports und Sportkollegen vom TriTeam Wels, mit denen ich viele gemeinsame Trainingsstunden teilen durfte und last not least unseren Freunden der Union Pennewang, mit denen wir ein Trainingslager in Faak mitmachen durften. Zum Umfeld zählt natürlich auch die Stadt Wels, in der wir verweilen dürfen. Meines Erachtens finden wir hier ideale Trainingsbedingungen vor. Da ist wirklich für jeden was dabei, der gerne Sport macht. Nirgends anders konnte ich bisher die Symbiose aus Natur und Stadt so gut im Einklang kennen lernen.

Nun. Das war doch wirklich ein kurzer Überblick. Mein Beitrag über meine Lehren aus 10 Jahren Sport, 7 Jahre Wettkämpfe, 4 Jahre Triathlon, 9 Jahre Nichtraucher, 8 Jahre Vegetarier, 4 Jahre Unternehmer, 3 Jahre “Abenteurer”, … hehe, da fallen mir schon ein paar Sachen dazu ein, der folgt natürlich noch. Und, so hoffe ich, auch ein gelungener Beitrag über 7 Tage detoxen mit Andrea und Attila Hildmann.

Jetzt aber vorerst Pause. Für dich. Für Andrea. Und mich. Wir lesen uns. Hab Spaß. Und a gute Zeit!

tbc.ab