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34.VCM Medaille

Mein 34.VCM Halbmarathon

34.VCM Medaille

Heute war es endlich soweit. Der erste (geplante) Wettkampf des Jahres 2017. Ganz schön turbulent, nicht nur das Wetter… neben Wind und kühlen Temperaturen war auch meine Verfassung leider nicht die beste. Eine neue persönliche Bestzeit ging sich glücklicherweise aber dennoch knapp aus. Wie und was genau, liest du hier:

Die Taperingwoche ist immer wieder interessant. Es zwickt hie und da, man erholt sich, die Anstrengungen der Vorbereitungen fallen ab und trotzdem frage ich mich: habe ich ausreichend und “gut genug” trainiert. Es steht nur lockeres Training am Programm und die Beine sind schwer. Die Strapazen der vergangenen Monate, vor allem das Trainingslager, stecken wohl doch etwas tiefer in den Knochen als angenommen. Am Freitag dann das erleichternde Schwimmtraining. Gefühlt fliege ich durch’s Wasser. YES! So darf das Wochenende gerne beginnen. Darauf folgt eine ernüchternde Massage. Die Oberschenkel sind immer noch total verspannt. Dazu kommen die Schmerzen in meinem linken Fuß, die in dieser Woche immer stärker werden und am Samstag ihren Höhepunkt finden. Letzteres hat zur Folge, das ich nicht mit den Wettkampfschuhen starten kann, sondern die etwas schwereren, dafür stabileren Schuhe, für den Halbmarathon nehme. Das nervt und frustriert, wenn nicht alles so klappt, wie ich das gerne hätte…

Es folgt der Sonntag: Halsschmerzen und ein voller Kopf. Tee zum Frühstück und ständig leichtes frösteln. Na toll. Nervös? Na klar. Aber eine leichte Erkältung dazu. Die Hölle. Aber. Es wird besser. Nach den Vorbereitungen geht’s dann ab zum Start. Die U-Bahn kommt nicht. Also laufe ich. Besser gesagt. Verlaufe mich. Es “läuft” also weiterhin bescheiden. Nach 15 Minuten bin ich dann endlich doch am Start angelangt. Die Stimmung wird besser. Unglaubliche Massen. Tolle Atmosphäre. Die Sonne kommt raus. Perfekt. Nur noch wenige Minuten bis zum Start.

9:00. Endlich: der Startschuss ist erfolgt. Wir nähern uns langsam der Startlinie und ungefähr 30 Sekunden nach den vorderen Läufern starte auch ich ins Rennen. Holprig. Ich muss mich anstrengen, obwohl die ersten Meter sonst “von alleine” laufen… 4:05 nehme ich mir für den heutigen Lauf als Tempo vor, wenn es gut läuft, vielleicht etwas schneller. Davon bin ich gefühlt meilenweit entfernt. 4:10 auf den ersten km, bis es endlich von der Brücke wieder “bergab” geht. 3:55 auf den zweiten km. Das wird schwierig, die Geschwindigkeit zu finden. Im Prater habe ich keine guten Gedanken. Außerdem jetzt schon schwere Beine. Es zwickt im Oberschenkel und generell meine linke Seite scheint verrückt zu spielen. Ich denke nur ans aufgeben, obwohl die ersten km normalerweise nur so verfliegen. Bis km11, dann treffe ich meine Süße und dann kann ich mit ihr gemütlich ins Hotel gehen. Das sind meine Gedanken. Es folgen harte km und finde dennoch in etwa mein Tempo, kann aber nie so richtig draufdrücken. Will ich auch gar nicht. Schnell wird mir klar: es wird hart, eine neue Bestzeit aufzustellen. 1:27:59 bin ich bisher 2014 und 2015 in Wels gelaufen. Ich bin eigentlich besser drauf, aber es mag einfach nicht laufen. Versagensängste, Selbstzweifel und zwischendurch auch ab und zu gute Gedanken, die ich festzuhalten versuche, oder in den Bäumen und in der Umgebung suche. Die nächsten km klappen besser und ich laufe einigermaßen konstant 4:05 bis 4:10. Bei km 11 treffe ich Andrea und ich beschließe weiterzumachen. Es wird doch wohl klappen… und es wird noch härter. Sturmböen und kühles Nass in Richtung Schönbrunn, dazu eine leichte Steigung, die ich heute besonders stark in den Beinen und km-Zeiten spüre. Dann aber die lang ersehnte und erhoffte Abbiegung in Richtung Mariahilferstrasse.

Es fängt an zu laufen. Jetzt mit dem Gefälle kommt die Freude. Natürlich auch die Vorfreude auf das Ziel. Nur noch 3km. Die Gedanken werden klar. Die Beine fliegen. Zuvor habe ich mir ausgerechnet, könnte sich die Egalisierung der Bestzeit nur knapp ausgehen, wenn überhaupt. Es folgen aber drei km deutlich unter 4min/km Schnitt.Der letzte km sogar in 3:50. Perfekt. Nach der letzten Kurve auch endlich Rückenwind und die letzten paar hundert Meter vergehen im Flug. Absolut locker kann ich noch ein paar Läufer ein- und überholen. Am Ende 1:27:42 und somit eine neue Bestzeit. Juhu! :) Nicht wirklich zufriedenstellend, aber immerhin, zumindest ein paar Sekunden schneller als bisher. Pflichtkür erfüllt, sozusagen. ;) Es war nicht leicht. Trotzdem geschafft. Ich bin glücklich. Man glaube es kaum und überlege zeitgleich, warum es nicht klappen mag… vielleicht genau deshalb? Wer weiß. Ich bleib auf der Suche und halte euch am laufenden. Sobald es läuft, erfährst du’s. Ich freu mich drauf. Ich bin bereit. ;)

In diesem Sinne. In zwei Wochen geht’s in Braunau weiter. Das wird gut! :)

tbc.34.VCM Medaille

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